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Südafrika

Südafrikas Präsident Jacob Zuma entlässt mehrere Minister

Südafrikas Präsident Jacob Zuma hat sein Kabinett radikal umgebildet. Führende Politiker des regierenden Afrikanischen Nationalkongress (ANC) mussten ihre Stühle räumen. Insgesamt besetzte Zuma zehn Kabinettsposten neu.

Prominentestes Opfer der Kabinettsumbildung ist Finanzminister Pravin Gordhan, den Zuma (Artikelbild) durch den bisherigen Innenminister Malusi Gigaba ersetzt. Bei Bekanntgabe der Entlassung Gordhans verlor die südafrikanische Landeswährung deutlich an Wert. Der Rand büßte im asiatischen Handel zunächst fünf Prozent gegenüber dem Dollar ein, zog dann aber wieder leicht an.

Schon in den vergangenen Tagen war der Rand unter Druck geraten, als Gerüchte um die Entlassung des Finanzministers die Runde machten. Gordhan galt Investoren als verlässlicher Ansprechpartner. Hintergrund für Gordhans Entlassung dürfte ein Machtkampf mit Zuma sein. Zuletzt hatten sich beide unter anderem über eine Begrenzung der Staatsausgaben gestritten. Zumas Anhänger warfen Gordhan vor, die radikalen gesellschaftlichen Reformpläne des Präsidenten zu unterlaufen.

Südafrika Sandton Finanzminister Pravin Gordhan (Reuters/S. Sibeko)

Der entlassene Finanzminister Pravin Gordhan

Gordhan wurde in seinem Konflikt mit Zuma von mehreren weiteren Kabinettsmitgliedern unterstützt. Der 67-jährige Politiker ist zudem im Volk und bei den Veteranen der Anti-Apartheidsbewegung im Land beliebt. Er setzte sich zuletzt vehement für mehr Haushaltsdisziplin und gegen Korruption ein.

In einer Erklärung begründete Zuma den Schritt damit, dass er eine "radikale sozio-ökonomische Veränderung" vorantreiben und das Versprechen einlösen wolle, den Armen und Arbeitern ein "besseres Leben" zu ermöglichen. Die südafrikanische Landeswährung Rand geriet nach der Umbildung unter Druck.

ww/ar/jm (afp, dpa)

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