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Afrika

Südafrikas Angst vor Streiks

Nagelneue Stadien warten in Südafrika auf Spieler und Fans - alles scheint zur FIFA-WM doch noch gut geklappt zu haben. Zwei Sorgen bleiben: Die Kriminalität im Land, und die Streikbereitschaft der Südafrikaner.

Stadion (Bild: Uli Reimann)

Die Stadien sind fertig. Die Sorgen bleiben...

Gegen die Kriminalität in Südafrika versuchen sich die Organisatoren der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft mit gigantischen Sicherheitsmaßnahmen zu schützen. Aber nicht jede Straße und jeder Stadtteil im Land können überwacht werden. Und wer will schon die WM ausschließlich im Hotel und im Stadion verbringen?

Streik bei den Bahnarbeitern

Trotz aller Organisation - auch gegen eine weitere Gefahr können sich die Veranstalter wohl kaum schützen: Streiks. Und die könnten den gesamten Ablauf lahmlegen. Am Montag (11.05.2010) gingen mindestens 18.000 Hafen- und Eisenbahnarbeiter in Streik. Am Mittwoche schlossen sich dann mehrere tausend Arbeiter des staatlichen Transport-Konzerns Transnet dem Ausstand ihrer Kollegen an. Sie wollen 15 Prozent mehr Lohn. Eine Forderung, der die Arbeitgeber bisher nicht nachkommen wollen. Ihr Angebot liegt bei 11 Prozent Lohnsteigerung. Die Arbeiter aber wollen solange streiken, bis ihre Forderung erfüllt wird, sagte Ezrom Mabyaba. Er ist der Präsident der Gewerkschaft South African Transport and Allied Workers Union.

Streik 2009 (Bild: AP)

Immer wieder kommt es in Südafrika zu Massenstreiks - wie hier im Juli 2009

Verspätungen und Einschränkungen

Als Folge des Streiks erreichen Waren und Treibstoff verspätet ihr Ziel. Zugreisende müssen erhebliche Einschränkungen hinnehmen. Die Transportarbeiter haben für die WM schon den "größten Streik der Geschichte Südafrikas" angekündigt. Unterdessen haben die WM-Organisatoren an Südafrikas große Gewerkschaften appelliert, während der Fußball-Weltmeisterschaft auf Streiks zu verzichten.

Autorin: Christine Harjes (AP, dpa)

Redaktion: Dirk Bathe

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