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Aktuell Afrika

Südafrikanischer Sprintstar Pistorius plädiert auf nicht schuldig

In Pretoria hat der Mordprozess gegen Oscar Pistorius begonnen. Der südafrikanische Sprintstar, der 2013 seine Freundin umgebracht haben soll, beteuerte zum Auftakt der Verhandlung seine Unschuld.

Der südafrikanische Paralympics-Star Oscar Pistorius hat sich als "nicht schuldig" im Sinne der Anklage wegen Mordes bezeichnet. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, am 14. Februar 2013 seine Freundin Reeva Steenkamp nach einem Streit in seiner Villa vorsätzlich durch die geschlossene Badezimmertür erschossen zu haben.

Im Falle eines Schuldspruchs droht dem behinderten Sprintstar eine Haftstrafe von bis zu 25 Jahren. Für den Prozess sind zunächst 15 Verhandlungstage angesetzt. Der Prozess soll wegen des riesigen öffentlichen Interesses zeitweise live im Fernsehen und Radio übertragen werden.

Porträt Reeva Steenkamp (Foto: getty)

Wurde erschossen: Pistorius' Freundin Reeva Steenkamp

Eine Mordabsicht hatte der 27-Jährige stets bestritten und gesagt, er habe einen Einbrecher hinter der verschlossenen Tür vermutet. Auch zu den anderen Vorwürfen im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Waffengesetz erklärte sich Pistorius als "nicht schuldig".

Zeugen fehlen

Da es keine Tatzeugen gibt, wird es zu einem reinen Indizienprozess kommen. Entlasten könnte Pistorius, dass er bei den tödlichen Schüssen seine Prothesen nicht trug. Nach Ansicht von Experten könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass Pistorius doch nicht überlegt gehandelt habe, wie die Staatsanwaltschaft behauptet.

Der an beiden Unterschenkeln amputierte Athlet war 2012 bei den Olympischen Sommerspielen in London weltbekannt geworden, als er beim Sprint der unversehrten Athleten antrat.

uh/kis (afp,dpa)