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Südafrika

Südafrikanischer Anti-Apartheid-Kämpfer Ahmed Kathrada gestorben

Der südafrikanische Freiheitskämpfer Ahmed Kathrada ist tot. Der Weggefährte Nelson Mandelas galt bis zuletzt als moralische Instanz - und verärgerte auch unter der ANC-Regierung noch die Herrschenden.

Der Anti-Apartheid-Kämpfer Ahmed "Kathy" Kathrada ist Dienstagfrüh im Alter von 87 Jahren in einem Krankenhaus in Johannesburg nach einer Hirnoperation gestorben. Dies meldeten südafrikanische Medien. Der Sohn indischer Einwanderer war ein enger Gefährte und Mithäftling von Nelson Mandela. Der regierende Afrikanische Nationalkongress (ANC) ehrte Kathrada unter anderem mit einer Reihe von Tweets als "großen Sohn Afrikas".

Kathrada hatte an der Seite Mandelas gegen das Apartheid-Regime gekämpft und sich für ein demokratisches Südafrika eingesetzt. Vor seinem Ableben war er einer der letzten drei überlebenden Angeklagten des "Rivonia-Prozesses" von 1963, bei dem er an der Seite Mandelas zu einer Haftstrafe und Zwangsarbeit verurteilt wurde. Der Prozess sorgte weltweit für Aufmerksamkeit und warf ein Schlaglicht auf das brutale Rechtssystem unter dem Apartheid-Regime. Kathrada verbrachte 26 Jahre und drei Monate in Haft, 18 davon auf der berüchtigten Gefängnisinsel Robben Island.

Kathrada 1998 mit dem damaligen deutschen Bundespräsidenten Roman Herzog in Mandelas Zelle auf Robben Island (picture-alliance/dpa/A. Zieminski)

Kathrada (l.) 1998 mit dem damaligen deutschen Bundespräsidenten Roman Herzog in Mandelas Zelle auf Robben Island

In Südafrika galt Kathrada bis zu seinem Tod als moralische Instanz. Zuletzt sorgte Kathrada für Aufsehen, als er die Führung des ANC kritisierte und Staatspräsident Jacob Zuma zum Rücktritt aufforderte.

Neeshan Balton, Direktor der Ahmed Kathrada Foundation, sprach von einem "großen Verlust" für den ANC, die Freiheitsbewegung und ganz Südafrika. "Kathy war eine Inspiration für Millionen Menschen rund um die Welt."

stu/rk (afp, dpa)

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