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Südafrika

Südafrika: Schwarzer von weißen Farmern in den Sarg gezwungen

Die über ein Handy-Video verbreitete Tat sorgte im ganzen Land für Entsetzen. Jetzt müssen die beiden Täter für viele Jahre hinter Gitter.

Theo Martins Jackson und Willem Oosthuizen (Artikelbild) wurden zu Gefängnisstrafen von 14 und 11 Jahren verurteilt. Die Richterin am Gericht begründete die Höhe der Strafe damit, dass beide Angeklagte keinerlei Reue gezeigt hätten. Das Urteil fiel in Middelburg in der Provinz Mpumalanga, rund 160 Kilometer östlich von Johannesburg.

Die zwei Farmer hatten ihren Arbeiter in den Sarg gezwungen und damit gedroht, ihn anzuzünden. Das Opfer flehte unter Tränen um sein Leben. Kurz darauf zirkulierte in den Sozialen Medien ein zwanzig Sekunden langes Handyvideo der Tat, das im ganzen Land Entsetzen auslöste. Beide Täter wurden unmittelbar nach Verbreitung des Videos festgenommen.

Kluft zwischen Schwarz und Weiß ist nach wie vor groß

Die beiden Männer hatten ihr Opfer als "Kaffir" beschimpft, ein boshaftes Schimpfwort für schwarze Südafrikaner aus der Zeit des rassistischen Apartheidregimes. Beide hatten auf "nicht schuldig" plädiert. Es sei ihnen nur darum gegangen, dem Opfer Angst zu machen, weil sie ihn verdächtigten, Kupfer gestohlen zu haben.

Die Apartheid ist in Südafrika erst seit gut 20 Jahren offiziell beendet, die Kluft zwischen weißen und schwarzen Südafrikanern dauert jedoch vielerorts an. Die weiße Minderheit, die rund acht Prozent der 55 Millionen Einwohner ausmacht, ist wirtschaftlich nach wie vor deutlich besser gestellt.

mm/mak (dpa, rtr, afp)

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