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Afrika

Südafrika: Klimawandel aus afrikanischer Perspektive

Die Auswirkungen des Klimawandels werden in Afrika immer deutlicher, doch die Medien berichten darüber bislang kaum. Anlässlich der Klimakonferenz in Durban hat die DW Akademie ein Training organisiert.

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Zwischen dem 30. November und dem 9. Dezember 2011 haben sich rund 20.000 Politiker, Delegierte und Experten aus 191 Ländern im südafrikanischen Durban getroffen, um dort ein Kyoto-Nachfolgeabkommen zu verhandeln. Klimaexperten und Umweltverbände kritisieren das Ergebnis: Die Wirtschaftskrise und halbherzige politische Entscheidungen würden nach wie vor die Fortschritte im Kampf gegen den Klimawandel erschweren.

Klimaschützer warnen indes vor den Auswirkungen in den kommenden Jahren - vor allem in Afrika. Hungersnöte, Überschwemmungen und Wüstenbildung würden zunehmen. Die Folgen, auch wirtschaftlicher Art, seien unabsehbar.

In den afrikanischen Medien wird das Thema Klimawandel dennoch kaum diskutiert. Nur wenige Sender und Verlage konnten es sich leisten, Korrespondenten zur Klimakonferenz nach Südafrika zu schicken.

12.2011 DW-Akademie Afrika Durban

Die DW Akademie hat deshalb Journalisten von neun lokalen Radiosendern eingeladen. Sie haben über die Konferenz berichtet - aus afrikanischer Perspektive. Mehr als drei Dutzend Beiträge haben die Workshop-Teilnehmer in den ersten Tagen rund um die Konferenz produziert und in ihre Heimatländer geschickt, in den Sprachen Amharisch, Deutsch (für Namibia), Englisch, Haussa, Kisuaheli, Portugiesisch und Somali. Die Themen waren so unterschiedlich wie das Klimaphänomen an sich: Von Klimakunst über umweltverträgliche Entwicklung bis hin zu klimaschonenden Ernährungsformen.

"Unter den Radiohörern in Kenia, besonders in den ländlichen Gebieten, gibt es kaum ein Bewusstsein für den Klimawandel", sagt Vincent Afande vom Royal Media Service aus Kenia. "Aber meine Berichte werden im ganzen Land ausgestrahlt." Ständig bekomme er Anrufe aus Kenia, als Reaktionen auf seine Arbeit.

Unterstützt wurde das Training in Durban vom Klimasekretariat der Vereinten Nationen (UNFCCC), von der Heinrich-Böll-Stiftung und der Deutschen Botschaft in Pretoria.