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Afrika

Südafrika im Fußballfieber

Mit der Gruppenauslosung am 4. Dezember in Kapstadt beginnt auch die heiße Phase der Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Noch bleiben gut sechs Monate Zeit für die Vorbereitung auf das Ereignis.

Kulisse Kapstadt (Foto: dpa)

Beeindruckende Kulisse für die Fußball-WM

Kapstadt gilt als eine der schönsten Metropolen der Welt. Nicht umsonst haben die WM-Organisatoren die Stadt am Atlantik im Südwesten der Republik zum Austragungsort für die WM-Auslosung bestimmt. Im Schatten des Tafelbergs werden die 32 WM-Teilnehmer ihre Gruppengegner kennenlernen. Auch die Fans haben endlich Planungssicherheit und können sich freuen. "Wir werden 2010 sehr leidenschaftliche, sehr fröhliche, sehr laute und sehr bunte Fußballspiele sehen", sagt der deutsche Botschafter in Südafrika, Dieter W. Haller. Insgesamt hoffen die Organisatoren auf bis zu 450.000 ausländische WM-Besucher. Ihnen soll ein vielseitiges Land präsentiert werden, wie Theresa Bay-Müller von "Südafrika-Tourismus" betont: "In jeder Region, in der Fußball gespielt wird, haben Sie andere Erlebnisse. So können Sie zum Beispiel in Nelspruit nachmittags oder abends ein Spiel wahrnehmen und am nächsten Tag früh um fünf auf eine Auto-Safari gehen und Elefanten beim Duschen erwischen."

Ein Elefantenbaby

Alles möglich?

Geworben wird mit dem Slogan "Südafrika, alles ist möglich." Und Danny Jordaan, Chef des Organisationskomitees, rät allen Gästen, ein wundervolles Land zu genießen. "Wir wollen, dass diese WM ein Fest wird. Machen Sie einen gut geplanten Urlaub, einen sport-touristischen Urlaub. Und ich bin sicher, Sie werden eine wundervolle Erfahrung in unserem Land machen."

Als problematisch galt bisher die Infrastruktur, insbesondere der Transport zu den Stadien. Doch Horst Schmidt, deutscher Berater des Organisationskomitees, ist optimistisch: "Die Bilder sagen mehr als Worte. Die gesamten Arbeiten an der Verkehrsinfrastruktur machen gute Fortschritte."

Weite Distanzen

Südafrika verfügt über ein ausgezeichnetes Straßennetz. Allerdings beträgt allein die Distanz zwischen den Spielorten Polokwane und Kapstadt 1700 Kilometer. Theresa Bay-Müller hat einen speziellen Tipp für Auto-Reisende: Man solle noch vor Einbruch der Dunkelheit bei seiner Unterkunft angekommen sein, sagt sie. Das hat mit der hohen Kriminalitätsrate zu tun. Während der WM sollen 30.000 zusätzliche Polizisten vor Übergriffen schützen. Horst Schmidt gibt daher Entwarnung. Rund um die Spielorte rechne er während der WM mit einer absoluten Sicherheit für die Gäste, sagt Schmidt.

Traum vom afrikanischen Sommermärchen

Ähnlich sieht das auch der südafrikanische Regierungssprecher Themba Maseko: "Wir begrüßen jährlich mehr als zehn Millionen Touristen. Und alle wollen zurückkommen, weil sie die Wärme und die Menschen lieben und sich im Land sicher fühlen." Für Regierungssprecher Maseko soll die Weltmeisterschaft aber auch einen politischen Zweck erfüllen: "Die WM gibt uns auch die Möglichkeit, alle Afrikaner rund um dieses erfolgreiche Event zu vereinen sowie die Chance, Südafrika besser zu vermarkten und der Welt zu zeigen, was für ein schönes Land es ist."

Auf eine begeisternde WM-Atmosphäre setzt der frühere südafrikanische Bundesligaprofi Delron Buckley: Die Südafrikaner seien begeistert, dass diese WM in Südafrika stattfindet. "Ich glaube, die können nicht erwarten, dass es anfängt und dann wird man die gleiche Stimmung erleben wie in Deutschland."

Autor: Arnulf Böttcher

Redaktion: Christine Harjes