1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aus Protest gegen Rohingya-Verfolgung

Sänger Bob Geldof gibt Ehrenpreis der Stadt Dublin zurück

Der Sänger Bob Geldof setzt ein Zeichen gegen Myanmars Regierungschefin Aung San Suu Kyi: Er distanziert sich von einem Preis der Stadt Dublin - und macht damit erneut auf eine schwere humanitäre Krise aufmerksam.

Irland Bob Geldof Award Freedom of the City of Dublin (Reuters/C. Kilcoyne)

Der Sänger Bob Geldof auf dem Weg, den Ehrenpreis der Stadt Dublin zurückzugeben

Mit der Rückgabe des Ehrenpreises drückt der irische Sänger seinen Missfallen gegenüber der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi und der Verfolgung der muslimischen Rohingya-Minderheit in Myanmar aus.

Auch die myanmarische Politikerin Suu Kyi ist Trägerin des Ehrenpreis der Freiheit der Stadt Dublin. Der Preis ist vergleichbar mit einer Ehrenbürgerschaft. Geldof bezeichnete Suu Kyi als eine "Dienerin des Genozids". Dublin solle nichts "mit diesem Krieg zu tun haben". Der Oberbürgermeister Dublins, Micheal Mac Donncha, sagte, der Stadtrat habe darüber debattiert, ob man Suu Kyi den Preis entziehen solle. Die Angelegenheit werde derzeit geprüft. 

Zu wenig Engagement

Aung San Suu Kyi wird vorgeworfen, zu wenig gegen die Verfolgung der Rohingya-Minderheit in ihrem Land zu unternehmen. Seit August sind 600.000 Rohingyas aus Myanmar geflohen. Viele von ihnen hatten UN-Ermittlern von Gewalttaten durch das Militär berichtet, darunter Massentötungen, Vergewaltigungen und Brandschatzungen.

Suu Kyi habe, so der Vorwurf, das Militär gewähren lassen und sei nicht eingeschritten. Die Kritik fiel besonders harsch aus, da sie Trägerin des Friedensnobelpreises ist, den sie 1991 gewann. Sie verbrachte fast 15 Jahre lang unter Hausarrest, nachdem sie sich für die Demokratisierung ihres Heimatlandes eingesetzt hatte.

Bob Geldof, Mitbegründer der Boomtown Rats, ist bekannt für sein sozialpolitisches Engagement. Er hat zahlreiche Live-Aid-Konzerte gegen Armut und Verfolgung organisiert.

lih/sam (dpa,rtr)

Die Redaktion empfiehlt