1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Nahost

Säbelrasseln in Teheran: Iran bleibt hart im Atomkonflikt

Der Iran steht nach den Worten von Staatschef Ahmadinedschad vor einem Durchbruch in seinem Atomprogramm. Zum 33. Jahrestag der Islamischen Revolution leugnete der Hardliner ein weiteres Mal den Holocaust an den Juden.

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad bleibt trotz internationaler Sanktionen hart in seiner Nuklearpolitik. "In den kommenden Tagen werden wir die Eröffnung neuer Atomanlagen im Iran erleben", sagte er bei einer Kundgebung in Teheran, die vom Staatsfernsehen übertragen wurde. Dabei bezog er sich vermutlich auf die Inbetriebnahme einer Anlage in Fordo zur Anreicherung von Uran auf 3,5 Prozent, vier und 20 Prozent. "Die Welt soll wissen, dass der Iran trotz allen Drucks nicht einen Deut von seinen Prinzipien und seinem Recht (auf Kerntechnik) abdrücken wird", so Ahmadinedschad.

Zurück an den Verhandlungstisch?

Während seiner Rede kündigte der iranische Hardliner an, er sei zu neuen Gesprächen mit den fünf ständigen Mitgliedern im UN-Sicherheitsrat und Deutschland bereit. Einen Zeitpunkt hierfür nannte er allerdings nicht. Die letzte Gesprächsrunde war vor einem Jahr abgebrochen worden, nachdem der Iran seine umstrittene Urananreicherung nicht aufgeben wollte. Die internationale Gemeinschaft verdächtigt das Land, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernenergie an dem Bau von Atomwaffen zu arbeiten. Die Europäische Union wird deshalb von Juli an kein Öl mehr aus dem Iran einführen und hat die Einlagen der iranischen Zentralbank eingefroren.

Verleugnung Israels und des Holocaust

Hamas-Chef Hanija will Israel nicht anerkennen (Foto: rtr)

Hamas-Chef Hanija will Israel nicht anerkennen

Ahmadinedschad leugnete ein weiteres Mal die Judenverfolgung unter der Nazi-Diktatur und sprach dem Staat Israel ein Existenzrecht ab. Der palästinensische Regierungschef im Gazastreifen, Ismail Hanija, war ebenfalls nach Teheran gereist. Er bekräftigte, die Hamas werde Israel niemals anerkennen.

Der iranische Staatschef kritisierte auch wieder die USA und warf Präsident Barack Obama vor, "kein loyaler Freund" der Araber zu sein, sondern auf der Seite Israels zu stehen.

In Teheran und anderen Städten hatten sich zehntausende Iraner zu den staatlich organisierten Kundgebungen anlässlich des 33. Jahrestags der Islamischen Revolution versammelt. Teilnehmer schwenkten iranische Fahnen und skandierten wie bei fast jeder organisierten Veranstaltung "Tod Israel" und "Tod Amerika".

gco/se (afp/dapd/dpa/rtr)

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema