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TV-Duell kurz vor der Wahl in den Niederlanden

Rutte und Wilders liefern sich Schlagabtausch

Kurz vor der Wahl in den Niederlanden haben sich die Nummer eins und die Nummer zwei in den Umfragen zum TV-Duell getroffen. Premier Rutte und Rechtspopulist Wilders lieferten sich einen harte Debatte.

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Niederlande: Premier Rutte und Rechtspopulist Wilders lieferten sich einen harte Debatte

Bei ihrem ersten TV-Duell nur zwei Tage vor der Parlamentswahl haben sich der niederländische Premierminister Mark Rutte und sein Konkurrent, der Rechtspopulist Geert Wilders, schlagfertig und streitbar gezeigt. Rutte warf dem Chef der einwanderungsfeindlichen Partei für die Freiheit (PVV) vor, mit "radikalisierten" und "extremen" Parolen auf Stimmenfang zu gehen. Zugleich betonte der Premier seine Führungsqualitäten.

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Rutte schließt Koaliton mit Wilders erneut aus

"Es ist etwas anderes, ob man auf dem Sofa sitzt und twittert oder ob man ein Land regiert", sagte Rutte in Anspielung auf Wilders' häufigen Gebrauch des Kurzbotschaftendienstes. "Wenn man Verantwortung für ein Land hat, muss man überlegte Maßnahmen ergreifen." Rutte wiederholte sein Versprechen, dass er "niemals" mit Wilders koalieren werde.

Wilders versuchte in dem Fernsehduell, die gegenwärtige Krise im Verhältnis mit der Türkei auszuschlachten. "Sie lassen sich von Erdogan als Geisel nehmen", warf er Rutte vor. Der PVV-Chef forderte eine Ausweisung des türkischen Botschafters wegen des Streits um die verhinderten Redeauftritte türkischer Minister. Zudem bekräftigte er die Forderung nach einem Einreiseverbot für Muslime.

Schlagabtausch über "Nexit"

Wilders präsentierte sich in dem 30-minütigen Duell als Kämpfer gegen das politische Establishment. Er trete an gegen "Lügner" in der Politik, sagte der langjährige Abgeordnete. Den Wählern rief er mit Blick auf Rutte zu: "Wenn Ihr die Niederlande für Euch zurückgewinnen wollt, dann verjagt diesen Mann und wählt mich ins Amt des Ministerpräsidenten."

Über einen Austritt der Niederlande aus der EU lieferten sich beide Kandidaten einen heftigen Schlagabtausch. Er werde sich für einen "Nexit" stark machen, sagte Wilders. "Dann werden wir wieder Boss im eigenen Haus." Rutte wies das als große Gefahr zurück. "Ein Austritt aus der EU ist unverantwortlich und stürzt unser Land ins Chaos." Mindestens 1,5 Millionen Arbeitsplätze stünden auf dem Spiel. Als negatives Beispiel nannte Rutte den Brexit Großbritanniens.

Knappes Rennen

Bei der Wahl am Mittwoch wird ein knappes Ergebnis erwartet. In einer am Samstag veröffentlichten Umfrage verdrängte Ruttes rechtsliberale Partei VVD die PVV von Wilders auf den zweiten Platz. Eine Regierungsbildung unter Wilders gilt als sehr unwahrscheinlich, da im stark zersplitterten niederländischen Parlament die benötigten Koalitionspartner fehlen.

cr/stu (dpa, afp)

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