1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Atomstreit mit Nordkorea

Russlands Präsident Wladimir Putin plädiert für Verhandlungen mit Nordkorea

Nach dem neuen Atomtest Nordkoreas wollen die USA die Nachbarländer in Asien aufrüsten. Doch Russlands Präsident Wladimir Putin warnt vor Hysterie. Pjöngjang kündigte derweil an, die USA weiter provozieren zu wollen.

BRICS Gipfel Putin bei der Plenarsitzung (picture-alliance/dpa/POOL Reuters/T. Siu)

Beim Treffen der sogenannten BRICS-Staaten bezeichnete Putin Verhandlungen als den einzigen Weg, den Konflikt beizulegen

Im eskalierenden Atomstreit mit Nordkorea hat der russische Präsident Wladimir Putin vor einer "globalen Katastrophe und vielen Opfern" gewarnt. "Die derzeitige militärische Hysterie kann nichts Gutes bringen", sagte Putin in der südchinesischen Hafenstadt Xiamen, wo er am Treffen der aufstrebenden Wirtschaftsnationen Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika (BRICS) teilnahm. Dort sprach er sich für Verhandlungen aus, um das nordkoreanische Atomproblem zu lösen: "Es gibt keinen anderen Weg".

Merkel unterstützt Verhandlungslösung

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel warb für eine friedliche Lösung, für die sich auch Europa einsetzen müsse. "Europa hat eine wichtige Stimme in der Welt", erläuterte sie in der letzten Sitzung des Bundestags vor der Wahl am 24. September. Merkel hatte zuvor mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In sowie mit US-Präsident Donald Trump über die Krise gesprochen. Für UN-Generalsekretär António Guterres ist das Risiko eines Nuklear-Konflikts mit Nordkorea die derzeit "gefährlichste Krise" der Welt. Ein Krieg müsse unbedingt verhindert werden, sagte Guterres vor Journalisten in New York.

Nordkorea Raketenstart (Reuters/KCNA)

Mit den fortgesetzten Raketentests hat Nordkorea wiederholt gegen UN-Sanktionen verstoßen

Die USA werfen Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un vor, einen Krieg provozieren zu wollen und dringen im UN-Sicherheitsrat auf "größtmögliche Sanktionen". Nordkorea hatte am Sonntag nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe getestet, mit der Interkontinentalraketen bestückt werden sollen.

"Geschenkpaket" für die USA

Nordkorea bezeichnete den Test als "Geschenkpaket" für die USA. Bei einer Abrüstungskonferenz der Vereinten Nationen in Genf stellte der UN-Botschafter des Landes, Han Tae Song, den USA weitere solcher "Geschenke" in Aussicht: Solange Washington auf "rücksichtslose Provokationen und vergebliche Versuche der Druckausübung" zurückgreife, werde es "mehr Geschenkpakete" erhalten.

Han fügte hinzu, Nordkorea werde seine "atomare Abschreckung nie, unter keinen Umständen auf den Verhandlungstisch legen" und auch keinen Zentimeter von seiner Atompolitik abrücken.

Nordkorea Kim Jon-un besucht U-Boot (picture-alliance/dpa/R. Sinmun)

Die USA werfen dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un vor, einen Krieg vom Zaun brechen zu wollen

USA kündigen Maßnahmenkatalog an

Die USA sehen Forderungen nach einem Dialog mit Pjöngjang kritisch. Immer wieder sei mit Nordkorea verhandelt worden, was aber nicht funktioniert habe, sagte die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley in einer Dringlichkeitssitzung in New York. Sie kündigte einen Katalog mit härteren Maßnahmen an, über den der Rat kommenden Montag abstimmen solle. 

Als Reaktion auf den Atomtest der Nordkoreaner demonstrierte Südkorea am Dienstag mit neuen Manövern militärische Stärke. Kriegsschiffe hätten Schießübungen im Japanischen Meer vorgenommen, teilte die Marine mit.

uh/qu (dpa, afp) 

Die Redaktion empfiehlt