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Biathlon-WM

Russlands Biathleten gewinnen WM-Staffel

Bei der Biathlon-WM in Hochfilzen setzen sich die Russen vor Frankreich durch. Die deutsche Staffel verlieren das Bronze-Duell mit WM-Gastgeber Österreich. Kurios wird es bei der Siegerehrung.

Die deutsche Männerstaffel um Schlussläufer Simon Schempp hat bei der Biathlon-WM in Hochfilzen erstmals seit sechs Jahren eine Medaille verpasst. Das Quartett Erik Lesser, Benedikt Doll, Arnd Peiffer und Schempp lief am Samstag nach 4 x 7,5 Kilometern nur auf den vierten Rang. Auf der Schlussrunde konnte Schempp dem Österreicher Dominik Landertinger an einem Anstieg nicht mehr folgen und musste im Kampf um Bronze abreißen lassen.

Das große Problem der Deutschen waren zuvor zu viele Nachlader am Schießstand. Insgesamt acht Extrapatronen benötigten die DSV-Skijäger, um eine Strafrunde zu vermeiden. Besonders der zweite Läufer, Benedikt Doll, zeigte Nerven. Er war von Startläufer Erik Lesser mit mehreren Sekunden Vorsprung als Erster auf die Strecke geschickt worden, beendete seine Runde aber nur als Siebter. Da auch Peiffer und Schempp nicht fehlerfrei blieben, war die Chance, in den Kampf um Gold einzugreifen, dahin.

Kuriose Siegerehrung

Der WM-Titel ging stattdessen an Olympiasieger Russland vor Frankreich. In Anbetracht der Doping-Vorgeschichte im russischen Biathlon-Team ein Rennausgang nicht ohne Beigeschmack. Der deutsche Trainer der Russen, Ricco Groß, jubelte trotzdem. Merkwürdig wurde es allerdings bei der Siegerehrung: Die Veranstalter spielten eine falsche russische Hymne ab. Statt der im Jahr 2000 vom Wladimir Putin eingeführten Hymne der Russischen Föderation wurde die von 1991 bis 2000 gültige Jelzin-Hymne gespielt. Alexej Wolkow, Maxim Zwetkow, Anton Babikow und Anton Schipulin schauten konsterniert, ehe Fernsehkommentator Dimitri Guberniew die Situation rettete.

Der Mann von Match-TV rannte auf die Bühne der Medal Plaza, entriss dem Zeremoniensprecher das Mikrofon und stimmte die korrekte Hymne an. Daraufhin reichte er das Mikro an die russischen Goldmedaillengewinner weiter, die das Stück voller Inbrunst fertig sangen. Später entschuldigte sich der Sprecher für den Fehler, außerdem wurde die korrekte Hymne nachgespielt.

asz/jk (dpa, sid)

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