Russland zieht Truppen aus Syrien ab | Aktuell Nahost | DW | 12.12.2017
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Bürgerkrieg in Syrien

Russland zieht Truppen aus Syrien ab

Präsident Wladimir Putin hat seine Soldaten in Syrien besucht, nun beginnt ihr Abzug. Putin hatte verkündet, dass sie ihren Auftrag erfüllt hätten. Noch nicht alle russischen Soldaten haben das Land verlassen.

Russland hat mit dem Abzug seiner Truppen aus Syrien begonnen. Ein Bataillon der Militärpolizei sei mit zwei Militärmaschinen aus Syrien zurück nach Machaschkala in der südrussischen Teilrepublik Dagestan gebracht worden, teilte die Armee mit. Auch die Besatzungen von zwei Tu-22M3-Bombern kehrten laut der Armee nach Russland zurück.

Stippvisite beim Militärflughafen

Putin hatte am Montag bei einem Kurzbesuch auf dem russischen Militärflughafen Hamaimim im Westen Syriens den Abzug des Großteils der russischen Truppen verkündet, da sie mit der Vernichtung der "Terroristen" ihre Aufgabe in Syrien weitgehend erfüllt hätten. Syriens Präsident Baschar al-Assad dankte Putin in Hamaimim für die Unterstützung.

 

Diskussion um Menschenrechtsverletzungen
Putin hatte im September 2015 mit seiner Intervention auf Seiten Assads das Blatt in dem Konflikt gewendet. Dank der Unterstützung der russischen Luftwaffe gewannen die syrischen Regierungstruppen in der Folge die Oberhand über die Rebellen, die heute nur noch wenige Gebiete des Landes kontrollieren. Putin hat bereits zwei Mal den Abzug der Truppen verkündet. Es ist offen, wie viele russische Truppen nun in Syrien bleiben sollen. Wie ein Sprecher von Putin mitteilte, werden zwei Militärstützpunkte in dem Land bleiben. Er erklärte, die Luftwaffenbasis Hamejnmim in der Provinz Latakia und der Marinestützpunkt im Hafen von Tartus würden weiter betrieben. Putin habe darauf hingewiesen, dass Terroristen in Syrien versuchen könnten, wieder ihr Haupt zu erheben, sagte der Sprecher. "Sollte das passieren, werden vernichtende Schläge geführt." Putin hatte am Montag den Truppenabzug angekündigt.  

Aktivisten hatten Moskau mehrfach vorgeworfen, dass bei Luftangriffen nicht nur Terroristen, sondern auch moderate Rebellen und Zivilisten getötet worden seien. Russland weist dies zurück.

dh / sam (dpa, afp)

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