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Aktuell Welt

Russland: Wurde Bevölkerung rechtzeitig gewarnt?

Mindestens 170 Menschen sind bei den schweren Überschwemmungen im Süden Russlands ums Leben gekommen. Präsident Putin will jetzt überprüfen lassen, ob für den Schutz der Bevölkerung alles getan wurde.

Die Behörden rechnen mit weiteren Toten. Viele Menschen gelten noch als vermisst. Allein im Bezirk Krimsk seien 130 Leichen geborgen worden, sagte ein Polizeisprecher. Elf weitere Tote wurden aus dem Badeort Gelendschik am Schwarzen Meer und aus der Hafenstadt Noworossijsk gemeldet. Die Bewohner der Region Krasnodar waren in der Nacht zum Samstag im Schlaf von den durch heftige Regenfälle ausgelösten Fluten überrascht worden. Die Behörden sprachen von der schlimmsten Naturkatastrophe in dem Gebiet seit Jahrzehnten. Nach Angaben des Katastrophenschutzministeriums waren dort am Sonntag weiterhin knapp 29.000 Menschen ohne Strom.

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Russland: Viele Tote bei Hochwasser

Nach der Unwetter-Katastrophe lässt Präsident Wladimir Putin das Krisenmanagement der Behörden überprüfen. Es werde untersucht, ob genug für die Sicherheit der Bevölkerung getan worden sei, sagte Putin bei einem Besuch vor Ort. So werde auch geprüft, ob die Behörden die Bevölkerung rechtzeitig gewarnt hätten. Auch werde Vermutungen von Einwohnern der Stadt Krimsk nachgegangen, ob abelassenes Wasser aus einem Stausee zu dem Hochwasser beigetragen habe.

Der russische Präsident Wladimit Putin. Foto: AP

Russlands Präsident Putin

Putin kündigte zudem finanzielle Hilfe für die Opfer an. In der Nacht zum Samstag war in den betroffenen Gebieten innerhalb weniger Stunden so viel Regen gefallen wie gewöhnlich in zwei Monaten. Nach Polizeiangaben retteten sich die Menschen auf Bäume oder Dächer, um von den Wassermassen nicht mitgerissen zu werden.

ml/kle/qu (afp, rtr)

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