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Syrien

Russland untersucht möglichen Tod von IS-Chef Al-Bagdadi

Der Anführer der IS-Terrormiliz, Al-Bagdadi, könnte nach russischen Angaben bei einem Luftangriff getötet worden sein. Das russische Verteidigungsministerium versucht dies derzeit zu bestätigen.

Abu Bakr al-Bagdadi Führer Islamischer Staat (Getty Images/AFP)

Al-Bagdadi im Jahr 2014

Das russische Verteidigungsministerium untersucht, ob ein russischer Luftangriff Ende Mai Abu Bakr al-Bagdadi, den Chef der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS), getötet hat. Dies berichtete die russische Nachrichtenagentur TASS. 

Der Luftschlag habe am Abend des 28. Mai in den südlichen Außenbezirken der IS-Hochburg Rakka in Syrien stattgefunden. Dort hätten sich Führungsfiguren des IS zu einem Treffen versammelt, teilte das Ministerium mit. Sie sollen Routen geplant haben, um die Stadt zu verlassen. "Nach Informationen, die über verschiedene Kanäle bestätigt werden, nahm an dem Treffen auch IS-Führer Abu Bakr Al-Bagdadi teil, der bei dem Schlag eliminiert wurde", hieß es in der Mitteilung des Ministeriums. Auch andere Anführer sollen bei dem Angriff getötet worden sein. 

Russischer Kampfjet auf einer syrischen Luftwaffenbasis (picture-alliance/dpa/ V. Savitsky)

Russischer Kampfjet auf einer syrischen Luftwaffenbasis (Archivbild)

Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte, es gebe keine hundertprozentige Bestätigung. Der Sprecher der US-geführten Anti-IS-Koalition, Ryan Dillon, erklärte in einer ersten Stellungnahme, er könne Berichte über Al-Bagdadis Tod nicht bestätigen.

Nur selten tritt der IS-Chef in der Öffentlichkeit auf. Lange war unklar, wie Al-Bagdadi aussieht, bis er überraschend wenige Tage nach Ausrufung des Kalifats Ende Juni 2014 in einer Moschee im nordirakischen Mossul auftauchte und die Freitagspredigt hielt. Immer wieder gab es Gerüchte, er sei bei Angriffen verletzt oder sogar getötet worden. Diese stellten sich später als falsch heraus.

Al-Bagdadi wurde 1971 in der irakischen Stadt Samarra geboren. An der Universität Bagdad machte er einen Abschluss in Islamischen Studien. Nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Saddam Hussein im Jahr 2003 saß er eine Zeit lang in einem US-Gefängnis im Irak. Die USA hatten zuletzt im Dezember 2016 ein Kopfgeld in Höhe von 25 Millionen Dollar (22,43 Millionen Euro) auf Al-Bagdadi ausgelobt.

stu/jj (afp, dpa)

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