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Aktuell Europa

Russland und Polen auf Diplomatenjagd

Vielleicht war ja auch Spionage mit im Spiel. Aber der Wettstreit zwischen Moskau und Warschau im Hinauswerfen von Diplomaten scheint doch eher die Fortsetzung des Ukraine-Konflikts mit anderen Mitteln zu sein.

Die polnische Botschaft in Moskau (Foto: AFP/Getty Images/D. Sinyakov)

Die polnische Botschaft in Moskau

Die diplomatischen Scharmützel zwischen Russland und NATO-Ländern wegen der Ukraine-Krise gehen weiter. Russlands Regierung gab die Ausweisung mehrerer polnischer Diplomaten bekannt. Grund hierfür seien "Aktivitäten", die mit dem Diplomatenstatus "unvereinbar" seien, teilte das russische Außenministerium mit. Damit sind in der Regel Spionageaktivitäten gemeint.

Das Moskauer Ministerium begründete den Schritt aber auch mit der Ausweisung russischer Diplomaten aus Polen. "Die polnischen Behörden haben unfreundliche und unbegründete Schritte unternommen", im Gegenzug habe Russland entsprechende Maßnahmen ergriffen, hieß es in der Erklärung des Ministeriums weiter. Die polnischen Botschaftsangehörigen hätten das Land bereits verlassen. Nach Angaben von Diplomaten waren vier polnische Militär-Attachés und ein Mitarbeiter der politischen Abteilung aufgefordert worden, binnen 48 Stunden auszureisen.

Am Wochenende hatte die Bundesregierung bestätigt, dass eine deutsche Diplomatin ausgewiesen wurde, nachdem ein russischer Diplomat die Bundesrepublik verlassen musste. Laut dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" soll der Diplomat - Mitarbeiter des russischen Generalkonsulats in Bonn - spioniert haben. Er sei aber monatelang vom Verfassungsschutz observiert und dann letztlich ohne großes Aufsehen aus Deutschland ausgewiesen worden.

sti/uh (rtr, afp)