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Politik

Russland und der Westen

Russlands neues Verhältnis zum Westen – die internationale Presse konnte es beim Besuch des US-Präsidenten in Moskau am eigenen Leib erfahren. DW-Korrespondent Christian F. Trippe berichtet.

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Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren war Bill Clinton in Moskau zu Besuch bei Präsident Putin. Der eine steuerte dem Ende seiner Amtszeit entgegen, der andere war ein Neuling auf internationalem Parkett. Im Kremlapparat schaltete und waltete noch die alte Jelzin-Mannschaft, die in der Sowjetunion gross geworden war.

Zum Abschluss dann die Pressekonferenz im Alexandersaal des Kreml. Doch um dorthin zu kommen, mußten die Hundertschaften aus Journalisten und Technikern einige Hürden nehmen: Dreifache Personenkontrolle, Sicherheitsüberprüfung, alle Mobiltelefone wurden eingezogen und weggeschlossen, nach der Konferenz durfte eine halbe Stunde lang niemand den Saal verlassen – aus "Sicherheitsgründen". Beim Auschecken aus dem Kreml nervten dann zwei weitere penible Personenkontrollen. Das war vor zwei Jahren.

Und jetzt?

Gleicher Ort, gleicher Gipfel, aber ein ganz anderes, viel entspannteres Regime. Sicherheit ja – aber ohne neurotischen Anstrich, ohne Bevormundung. Und auf der Bühne wurde ein Stück Geschichte gegeben: Russland und die USA, Wladimir Putin und George W. Bush, verpflichteten sich vertraglich zu weitreichender atomarer Abrüstung. Die Hochrüstung des kalten Krieges – liquidiert mit zwei Federstrichen. Form und Inhalt passten an diesem Vormittag in Moskau ganz vorzüglich zueinander.

  • Datum 28.05.2002
  • Autorin/Autor Christian F. Trippe
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2MLb
  • Datum 28.05.2002
  • Autorin/Autor Christian F. Trippe
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