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Aktuell Nahost

Russland und Arabische Liga wollen vermitteln

Russland und die Arabische Liga haben im Syrien-Konflikt eine neue Initiative gestartet. Gemeinsam riefen sie die Führung in Damaskus auf, endlich in den Dialog mit der Opposition einzusteigen.

Sergej Lawrow (links) und Nabil al-Arabi auf dem russisch-arabischen Forum in Moskau (Foto: Reuters)

Sergej Lawrow und Nabil al-Arabi auf dem russisch-arabischen Forum in Moskau

Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, hat Russland aufgerufen, seinen Einfluss auf die Führung in Damaskus geltend zu machen, um die Konflikt in Syrien friedlich zu lösen. Al-Arabi sagte in Moskau: "Russland hat sehr gute Beziehungen zur Regierung in Damaskus. Und wir hoffen, dass es dieses enge Verhältnis nutzt, um die Regierung in Damaskus davon zu überzeugen, dass die Krise nur auf friedlichem Weg durch Dialog beendet werden kann."

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Syrien: Brahimi fordert Konfliktparteien zum Dialog auf (17.02.2013)

Der russische Außenminister Sergej Lawrow betonte, wie wichtig es sei, dass die Dialogbereitschaft der syrischen Opposition auch von der syrischen Führung anerkannt werde. Russland und die Arabische Liga wollten einen direkten Kontakt zwischen den Konfliktparteien in Syrien herstellen. "Den Worten sollten konkrete Taten folgen", sagte der Minister nach einem Treffen mit al-Arabi beim russisch-arabischen Forum für Zusammenarbeit in Moskau.

Russland will Gastgeber sein

Lawrow sagte, sein Land sei bereit, ein Treffen der Vertreter der syrischen Opposition und den syrischen Regierung in Russland zu organisieren. Der syrische Außenminister Walid al-Muallim will am Montag mit einer Delegation nach Moskau reisen. Außerdem wird dort Anfang März der Vorsitzende der oppositionellen Syrischen Nationalen Koalition, Moas al-Chatib, erwartet.

Lawrow betonte, beide Seiten sollten selbst entscheiden, wo und auf welcher Ebene das Treffen organisiert werden sollte. Wichtig sei vor allem, dass beide Seiten keine Forderungen gegeneinander stellten. Eine militärische Lösung sei aussichtslos. "Das ist ein Weg ins Nirgendwo, ein Weg zur Auslöschung des Volkes", sagte Lawrow nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Interfax.

Gegenseitige Angriffe in Damaskus

In der syrischen Hauptstadt wurde derweil ein Fußballer des Vereins Al-Wathba beim Mörserangriff auf ein Stadion getötet. Beim Einschlag der Granaten seien zudem viele Sportler verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SANA. Die Geschosse seien von "Terroristen" abgefeuert worden - dies ist die übliche Bezeichnung der Staatsmedien für die bewaffnete syrische Opposition.

Bei einem Angriff der syrischen Luftwaffe östlich von Damaskus wurden nach Angaben der Opposition mindestens 24 Menschen getötet. Unter den Todesopfer im Vorort Hamuria seien mehrere Kinder, berichtete die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter.

Im Norden von Damaskus schlug eine Rakete in der Kommandozentrale der wichtigsten syrischen Rebellengruppe ein. Der Angriff habe sich in den frühen Morgenstunden im Bezirk Duma im Norden Damaskus ereignet, teilte ein Rebellensprecher mit. Dabei sei der Anführer der Einheit Liwa al-Islam, Scheich Sahran Allusch, verletzt worden.

shi/kle (afp, dpa, apd, Interfax, rtr)

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