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"Russland spielt lieber den starken Mann"

Der Mord an Benazir Bhutto, die Einführung von Umweltzonen in Deutschland, der russische U-Boot-Friedhof, Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Wahlen in Kenia: Einige Themen, die DW-WORLD-Leser beschäftigen.

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Wahlen in Kenia Seit elf Jahren lebe ich mit meiner Familie in Ostafrika; seit August 2007 direkt in Nairobi. Im Rückblick ist man ja immer schlauer: Eigentlich hätten die Unruhen, die nach der Wahl hier in Kenia ausgebrochen sind, vorhergesehen werden können. Die ethnischen Konflikte waren bereits im "Mau-Mau" genannten Freiheitskampf größer als die Aggressionen gegen die damalige Kolonialmacht. Keine der beiden Volksgruppen, zu denen Raila Odinga und Mwai Kibaki gehoeren, würde einen "Alleinherrscher" der jeweils anderen akzeptieren. Entsprechend kommen mir Appelle an eine Regierung der nationalen Einheit jetzt reichlich blauäugig vor. (Oliver Stegen) Die Wahlen sind meines Erachters nicht richtig über die Bühne gegangen, da es ja zu blutigen Auseinandersetzugwn nach dem Wahlsieg von Peäsident Mwai Kibaki gekommen ist. Oppositionsführer Raila Odinga gab bekannt, es gäbe ""schwere Anomalien" während der Auszählung. Es ist daher nicht verwunderlich, daß etwa 75.000 Menscheh auf der Flucht sind, Erfreulicherweise ist festellbar, dass es eine sehr hohe Wahlbeteiligung gab - ein Nachweis für das demokratische Selbstbewusstsein der Menschen in Kenia. Die Durchführung der Wahl entsprach allerdings nicht dem internationalen Standard. (Herbert Jörger)
Ermordung Benazir Bhutos Ich bin einfach nur erschüttert: Bhutto bedeutete Hoffnung und ihr Charisma war beeindruckend. Ich habe das 1989 im Juli in Paris selbst erleben dürfen, als anlässlich der 200-Jahr-Feiern der Französischen Revolution viele Staatsoberhäupter in Paris zusammentrafen, und den größten Beifall "vom Volk von Paris" erhielt Frau Bhutto. (Isabella Hagen) Jede(r) Politiker-in hat ihre Schwachstellen - so auch Benazir Bhutto. Was mich allerdings in letzter Zeit bei ihr so beeindruckt hat, war ihre Courage, Mut und Wille ihrem Land wieder zu dienen..Angela Merkel hat diesen Ausdruck wieder in die Politik gebracht. Bhutto machte sich keine Illusionen wie schwer ihr das gemacht werden würde. Sie hat das mehrere Male angesprochen. Trotzdem hatte sie sich darauf vorbereitet, ihren Landsleuten einen anderen Blickwinkel auf die Welt von heute zu geben. In einer Welt wo Mord und Totschlag an der Tagesordnung sind, war es sehr erfrischend, jemand zu sehen und hören, der keine Angst hatte und den Finger auf die Eiterbeulen einer Gesellschaft zulegen. Pakistan und die Welt hat eine couragierte, intelligente und aus meiner Sicht auch warmherzige Frau verloren. (Waltraud Maassen) Als Benazir Bhutto 1988 die erste Regierungschefin eines islamischen Landes wurde, war dies ein Fortschritt in Richtung Demokratie. Mit der Ermordung Bhuttos ist der Rückschritt Pakistans und somit auch die immense Gefahr, die von islamischen Hardlinern und Terroristen ausgeht, erneut deutlich geworden. Dieses Ereignis unterstreicht die Notwendigkeit, den Kampf gegen den Terrorismus noch konsequenter fortzusetzen und den Einschüchterungsversuchen entgegenzuwirken. Denn mit Bhuttos Ermordung hat Pakistan eine wichtiges Sprachrohr seiner demokratisch orientierten Opposition und damit verbunden auch teilweise den Mut bzw. Antrieb verloren. (Irfan Saddiq) Wieso wendet sich Musharraf an das Ausland? Weil er zu dumm ist, um selber einzusehen, dass ein Mordfall innerhalb eines Landes nur auf lokaler Ebene durch die Ortspolizei aufgeklärt werden kann, nachdem sie den Fall sachlich und objektiv untersucht, wobei sie auch die Täter sucht, findet, einsperrt, und dann den Fall dem Gericht bzw. dem Staatsanwalt übergibt. So einfach ist das! (Thomas Hofer) Hindergründig geht es um Macht und Geld. Zu verwoben und undurchsichtig sind die Verbindungen der Armee mit jenen, die sie bekämpfen sollen. Musharaf steht da zwischen zwei Stühlen. Sein Clan sieht mit Wohlwollen die US-Dollars. Auch die Taliban leben indirekt gut davon. Wenn die Dollars ausbleiben, gute Nacht! (Tom Robert Rausch)
Kampf ums Weiße Haus US-Wahlkämpfe kosten viel. Mit Wünschen bekommt man seinen Präsidenten nicht, man muss sich ihn leisten können. (Gerhard Seeger) Ron Paul wird gar nicht erwähnt? Er führt in viele Straw-Polls und ist Favorit der meisten jungen Amerikaner, weil er bisher der einzige ist, der die gigantische Kriegsmaschinerie auseinander nehmen will ... Eine große Aufgabe, aber Ron Paul ist mein Favorit. (Jan Kielmann)
Angela Merkel Frau Angela Merkel ist die herausragende, bewundernswerteste Bundeskanzlerin in unserem Land Deutschland. Weil sie Ruhe und Menschlichkeit für uns alle in unser Land bringt. Ehrlichkeit und keine Verlogenheit. (Roswitha Becker) Ich fühle mich, gerade als Grünen-Wähler, von Frau Merkel gut vertreten und freue mich über die offene Art, in der sie Deutschland repräsentiert. (Christoph Melzer) Frau Merkel würde Deutschland und letztlich damit auch sich selbst und ihrer Partei als Politikerin weit mehr nützen, wenn sie auf der positiven Russland-Politik von Schröder aufbauen würde, statt ihre persönlichen (und insoweit allerdings verständlichen) Ressentiments der Sowjetunion gegenüber zum Leitmotiv ihrer Russland-Politik zu machen. Wie Willy Brandt bewiesen hat, nicht Antagonismus, sondern Annäherung führt schließlich zum erwünschten Ziel. (Manfred Salewski)
Atom-Unterseeboote in Murmansk Wie so oft hat Deutschland wieder einmal das Knowhow, die tickenden Zeitbomben in Murmansk zu entschärfen. Das ist gut für Russland, Deutschland und den Rest von Europa. In Anbetracht der riesigen Einnahmen Russlands aus dem Verkauf von Öl und Gas nach Deutschland und Westeuropa sollten dafür aber deutsche Steuerzahlergelder nicht herangezogen werden. Ich könnte dem noch zustimmen, wenn das von Deutschland für dieses Projekt aufgewendete Kapital in irgendeiner Weise zu den verarmten Bevölkerungsschichten zurueckfließen würde. Das ist leider nicht der Fall. Die russische Regierung spielt da schon lieber den starken Mann und baut erneut ein Rüstungspotential auf, für das eine militärische Bedrohung in dem Umfang nicht existiert. (Anton Stoeckl) Helfen sollte Deutschland zwar und über einen Freundschaftspreis ließe sich sicher auch reden. Aber müssen wir tatsächlich die ganze Show allein bezahlen? Ist Russland wirklich so arm dran? (Martin Flemming)
Umweltzonen Ich denke, dass man in Deutschland wieder einmal zu genau ist und dabei diejenigen trifft, die sich ein neues Auto nicht leisten können. Die Abgasnormen in Deutschland sind im Vergleich zu anderen Ländern so vorbildlich, dass Umweltzonen nicht nötig sind. Im Übrigen regelt der hohe Benzinpreis den Schadstoffausstoß automatisch. (Jürgen Grab)

  • Datum 05.01.2008
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