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Aktuell Welt

Russland plant eigene Weltraumstation

Eigentlich wollte Russland 2020 als Partner bei der Internationalen Raumstation ISS aussteigen. Doch nun verlängert das Land sein Engagement um vier Jahre. Pläne für die Zeit danach gibt es auch schon.

Russland will 2024 als Partner bei der Internationalen Raumstation ISS aussteigen und einen eigenen Außenposten im Weltall aufbauen. Das beschloss ein Beirat der Raumfahrtbehörde Roskosmos in Moskau. Grundlage der neuen Station sollen die russischen Teile der ISS sein, die dazu vom Labor abgekoppelt werden müssten, teilte Roskosmos mit.

Die Behörde änderte damit auch einen früheren Beschluss, bereits 2020 bei der ISS auszusteigen. Die europäische Raumfahrtagentur ESA begrüßte diese Verlängerung um vier Jahre. Der Schritt verleihe dem Projekt Planungssicherheit, sagte ein Mitarbeiter laut der Agentur Ria Nowosti. Die ISS wird seit 1998 von Russland, den USA, Europa und weiteren Partnern betrieben.

Kabelverlegen in 400 Kilometern Höhe

Zu wichtigen Außenarbeiten sind derweil zwei US-Astronauten der ISS ins All ausgestiegen. Das teilte die Flugleitzentrale bei Moskau mit. Die Amerikaner Barry Wilmore und Terry Virts sollen etwa 400 Kilometer über der Erde unter anderem Kabel verlegen. Für den Einsatz seien sechseinhalb Stunden eingeplant, sagte ein Mitarbeiter der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos der Agentur Tass. Auf dem Außenposten der Menschheit arbeiten derzeit drei Russen, zwei Amerikaner und eine Italienerin.

Außeneinsatz an der ISS (Foto: DPA)

Die beiden US-Astronauten Wilmore und Virts bei ihrem Außeneinsatz

Für Wilmore ist es der dritte Außeneinsatz. Er soll mit Virts die ISS auch für künftige neue Raumschiffe vorbereiten. Die Andockplätze der Raumstation müssen für geplante US-Kapseln wie Dragon V2 verändert werden. Dazu hatten beide am vergangenen Wochenende bereits mehr als 100 Meter Kabel verlegt. Die Transporter sollen von 2017 an zur ISS fliegen. Derzeit sind die USA auf russische Sojus-Kapseln angewiesen.

cr/ml (dpa, afp)