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Politik

Russland liefert Atombrennstäbe nach Iran

Iran erhält für den Betrieb seines Atomkraftwerks in Buschehr Hilfe aus Russland. Eine Ladung Brennstäbe sei bereits im Iran eingetroffen. Ein Atomwaffenprogramm existiere dort nicht, heißt es aus Russland.

Archiv-Aufnahme des AKW Buschehr +++(c) dpa - Bildfunk+++

Archiv-Aufnahme des AKW Buschehr

Das russische Außenministerium bestätigte am Montag (17.12.2007) in Moskau, dass die erste Lieferung von Brennstäben abgeschlossen sei. Der Atombrennstoff werde unter der Kontrolle und den Garantien der internationalen Atomenergiebehörde IAEA ausgeliefert. "Mehr noch, der Iran hat schriftliche Zusagen gemacht, dass der Brennstoff nur im Atomkraftwerk Buschehr eingesetzt wird", betonte das Ministerium.

Unklare Lage

Das Atomkraftwerk steht im Zentrum der internationalen Spannungen um das iranische Nuklearprogramm. Teheran hat erklärt, Buschehr diene der ausschließlichen zivilen Nutzung der Atomenergie. Die USA und EU hegen aber auch den Verdacht, das Atomkraftwerk könnte Teil eines Konzepts zur Entwicklung von Atomwaffen sein.

Nach einem vor zwei Wochen veröffentlichten Bericht der US-Geheimdienste hat der Iran seine Bemühungen zur Entwicklung eigener Atomwaffen 2003 gestoppt. Das entsprechende Programm sei bis mindestens Mitte dieses Jahres eingefroren gewesen.

Russen bauen AKW aus

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte vergangene Woche nach einem Treffen mit dem iranischen Außenminister Manutschehr Mottaki erklärt, die Kontroverse um das Teheraner Atomprogramm könne "nur auf der Grundlage des Atomwaffensperrvertrags, der IAEA-Regeln und -Prinzipien" gelöst werden.

Russland hat das Staatsunternehmen Atomstroiexport mit dem Ausbau des iranischen Kraftwerks beauftragt. Die russische Führung hat nach Informationen der dpa keine Erkenntnisse darüber, dass der Iran jemals ein Atomprogramm für militärische Zwecke gehabt habe oder dies noch plane. (mas)

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