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Aktuell Europa

Russland friert weiter

Wetterextreme in Europa: Die beispiellose Kältewelle hat große Teile Russlands weiter fest im Griff. In Deutschland hingegen gibt sich Weihnachten frühlingshaft.

Die Zahl der Todesopfer durch den klirrenden Frost in Russland ist auf mindestens 128 gestiegen. Allein zwischen Montag und Dienstag starben nach russischen Medienberichten sieben Menschen, unter ihnen ein Kind. Insgesamt erlitten mehr als 1700 Menschen durch die hohen Minusgrade gesundheitliche Schäden, mehr als 900 von ihnen mussten in Krankenhäuser gebracht werden, wie in Moskau bekannt wurde. Experten befürchten, dass weit mehr Menschen durch die Kältewelle ums Leben gekommen sind, als offiziell gezählt wurden. Kritiker bemängeln, dass für Obdachlose kaum Notunterkünfte bereitstünden. Noch am Sonntagabend hatten die Behörden von 88 Kältetoten gesprochen.

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Extremer Frost in Russland hält an

Es sind die schwersten Dezemberfröste seit einem halben Jahrhundert, von denen Russland heimgesucht wird. In der Moskauer Region sanken die Temperaturen auf bis zu minus 30 Grad, im Osten Sibiriens wurde es sogar fast minus 60 Grad kalt. Wegen der klirrenden Kälte fiel für mehr als 250.000 kleine Kinder die Grundschule oder der Kindergarten aus. In der südsibirischen Teilrepublik Tuwa gingen die Reparaturarbeiten an einem kaputten Heizkraftwerk weiter. Ein Flugzeug des Zivilschutzes brachte Dutzende Heizöfen in die Region an der Grenze zur Mongolei.

Die Meteorologen konnten jetzt aber wenigstens teilweise Entwarnung geben. Zu Neujahr wird in der Region Moskau ein Hoch erwartet, das steigende Temperaturen bringen soll. Im fernen Osten Russlands wird die extreme Kälte jedoch weiter anhalten.

Wärmerekorde in Deutschland

Junge Leute planschen am Heiligen Abend bei Temperaturen um 18 Grad im Chiemsee in Oberbayern (Foto: dpa)

Junge Leute planschen am Heiligen Abend bei Temperaturen um 18 Grad im Chiemsee in Oberbayern

In Deutschland gibt der Frühling zum Weihnachtsfest ein Intermezzo. In Berlin war es am ersten Feiertag mit 12,7 Grad Celsius so warm wie nie zuvor an einem 25. Dezember seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In Freiburg im Breisgau, wo der Deutsche Wetterdienst für Montag als "offiziellen Allzeitrekord für den Heiligen Abend" 18,9 Grad gemessen hatte, war es am ersten Weihnachtstag 15 Grad warm. Gegen Ende der Woche soll es in Deutschland wieder kälter werden. "Russische Verhältnisse" sind aber nicht zu erwarten.

wl/rb (dpa, dapd, rtr, afp)

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