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Aktuell Nahost

Russischer Minister zu Überraschungsbesuch in Syrien

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat bei einer unangekündigten Visite in Syrien Machthaber Baschar al-Assad getroffen. Es ist der erste Besuch eines ranghohen russischen Politikers seit fünf Jahren.

Russland Syrien Verteidigungsminister Schoigu umringt von russischen Militärs (Foto: dpa)

Verteidigungsminister Schoigu (M.) besuchte auch die russische Luftwaffenbasis Hmeimim

Nach Angaben der amtlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana kam der Arbeitsbesuch auf Anweisung des russischen Präsidenten Wladimir Putin zustande. Im Mittelpunkt der Gespräche standen demnach die militärische Zusammenarbeit sowie der gemeinsame Kampf gegen "terroristische Organisationen auf syrischem Boden".

Truppenbesuch auf Luftwaffenbasis

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums besuchte er dabei auch die russische Luftwaffenbasis Hmeimim im Westen Syriens. Russland ist einer der engsten Verbündeten der syrischen Führung. Seit September vergangenen Jahres unterstützt die russische Luftwaffe Assads Truppen mit Luftangriffen. Diese zielen nach russischen Angaben allein auf "terroristische Gruppierungen" wie etwa die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS). Moderate syrische Rebellen und ihre Unterstützer aus dem Ausland werfen dagegen der russischen Luftwaffe vor, in erster Linie Kämpfer der moderaten Opposition anzugreifen, um der syrischen Armee zu helfen.

Schoigu und Assad geben sich die Hand (Foto: dpa)

Russland ist einer der engsten Verbündeten von Machthaber Assad (r.)

Sorge bei den USA

Unterdessen bekräftigte das US-Verteidigungsministerium in einer Videokonferenz mit der russischen Seite seine tiefe Sorge über jüngste russische Luftangriffe auf die Rebellen, die mit Unterstützung der USA gegen radikale Islamisten kämpfen. Die Rebellen der "Neuen Syrischen Armee" hätten sich im Süden Syriens mit irakischen Stammeskämpfern getroffen, um den Kampf gegen den IS in Syrien und dem Irak zu koordinieren, erklärte ein Pentagon-Sprecher. Er forderte erneut einen besseren Informationsaustausch mit Moskau, um "Unglücke und Missverständnisse" zu verhindern.

cgn/djo (afp, dpa)

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