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Bücher

Russischer Autor Valentin Rasputin gestorben

Er zählte mit seinen Büchern zu den meistgelesenen Schriftstellern in der ehemaligen Sowjetunion. Nun ist der russische Schriftsteller Valentin Rasputin gestorben. Seine Dorfprosa schaffte es bis zur Berlinale.

Russland Schriftsteller Valentin Rasputin s/w

Der russische Schriftsteller Valentin Grigorjewitsch Rasputin 1976 auf der Frankfurter Buchmesse

Valentin Rasputin gehörte zu einer Reihe von sowjetischen Autoren nach dem Zweiten Weltkrieg, die das Dorf in den Mittelpunkt ihres Schaffens stellten. Der Schriftsteller, der für seine Dorfprosa bekannt war, wurde gelegentlich mit Anton Tschechow verglichen.

Von Sibirien zur Berlinale

1937 geboren, verbrachte der Sohn eines Bauern seine Kindheit und Jugend auf dem Lande in Ostsibirien. Das harte Bauernleben lieferte den Stoff für seine Romane, ab Beginn der 70er Jahre wurde Rasputin durch verschiedene Übersetzungen auch im Westen bekannt. 1977 erschien sein Roman "Abschied von Matjora" in deutscher Übersetzung. Darin erzählt Rasputin vom vergeblichen Widerstand einer alten Bäuerin gegen die Zerstörung ihrer Heimat durch einen Staudamm. Regisseur Elem Klimow verfilmte die Geschichte 1983. Eigentlich als Eröffnungsfilm für die Berlinale 1984 geplant, aber von der Zensur behindert, fand der Film erst 1987 zum Berliner Filmfest.

Rasputin wäre am heutigen Sonntag 78 Jahre alt geworden. Er sei am Samstag in einem Moskauer Krankenhaus gestorben, meldete die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf eine Enkelin Rasputins. Kulturminister Wladimir Medinski sagte am Sonntag: "Viele von uns sind mit seinen Büchern aufgewachsen. Sein Werk hilft uns, unsere geliebte Heimat zu verstehen."

ab/uh (dpa/Munizinger)