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Militär in Russland

Russische Frauen dürften künftig auch Kampfjets steuern

Der Druck der Bewerbungen war einfach zu stark. So musste der russische Verteidigungsminister Schoigu nachgeben. Zum ersten Mal lässt er Frauen für die Ausbildung zur Kampfpilotin zu. Am 1. Oktober dürfen sie loslegen.

Russland Moskau - Frau in Kampfjet während MAKS Flugshow (Imago/Xinhua/Lu Jinbo)

Eine Frau sitzt wahrend der MAKS Flugshow in Moskau in einem Kampfjet

Bei der russischen Luftwaffe dürfen in diesem Jahr erstmals Frauen mit der Ausbildung zur Kampfpilotin beginnen. Das gab Verteidigungsminister Sergej Schoigu in Moskau bekannt. Als Grund für die Neuerung nannte er das große Interesse vieler junger Frauen an einer solchen Laufbahn. "Wir haben hunderte Briefe bekommen", erklärte der Minister nach einer Meldung der russischen Nachrichtenagentur TASS. "Wir können das nicht ignorieren."

Der erste Ausbildungsgang für Kampfpilotinnen solle am 1. Oktober mit 15 Teilnehmerinnen an der Militärflugakademie Krasnodar im Süden des Landes beginnen, kündigte Schoigu an. Die Ausbildung soll fünf Jahre dauern. An der Akademie werden seit 2009 auch Frauen ausgebildet - allerdings nicht als Kampfpilotinnen.

Die Streitkräfte der Russischen Föderation zählen insgesamt rund zwei Millionen Mitglieder, eine Million von ihnen befinden sich im aktiven Dienst. Im Jahr 2014 dienten nach offiziellen Angaben 45.000 Frauen in den Streitkräften. In der Regel übernehmen sie aber keine Funktionen in Kampfeinheiten.

kle/pab (afp, www.tass.com)

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