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Musik

Russische ESC-Kandidatin soll via Satellit singen dürfen

Am 13. Mai sollen beim weltweit größten Musikwettbewerb 43 Künstler in Kiew auf der Bühne stehen. Doch die Ukraine will die russische Kandidatin nicht einreisen lassen. Der Veranstalter sucht einen Ausweg.

Es ist nichts Neues, dass der Eurovision Song Contest (ESC) immer wieder auch zwischen die politischen Fronten gerät. Doch in diesem Jahr gibt es eine Premiere: Aufgrund der heiklen Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland könnte eine Sängerin erstmals via Satellit an dem musikalischen Großereignis teilnehmen.

Der ukrainische Geheimdienst SBU hat der russischen ESC-Teilnehmerin Julia Samoilowa ein Einreiseverbot erteilt. Sie dürfe für drei Jahre nicht in die Ukraine einreisen, sagte Geheimdienstsprecherin Jelena Gitljanskaja.  Doch die Veranstalter wollen gerne alle 43 Kandidaten in Kiew begrüßen - ganz im Sinne des offenen Esprits der Veranstaltung. Daher machten sie das Angebot, Samoilowa im zweiten Halbfinale zur Veranstaltung zuzuschalten. Sollte es Russland ins Finale schaffen, werde man genauso verfahren, teilte der in Genf ansässige Veranstalter, die European Broadcasting Union (EBU), mit.

Ablehnung aus Russland

Der russische Sender "Channel One Russia", dem das Angebot unterbreitet wurde, soll laut Nachrichtenagentur AFP allerdings nichts davon halten: "Wir finden das Angebot der Teilnahme aus der Ferne seltsam und lehnen es ab. Es steht im völligen Widerspruch zum Wesen des Events." 

Die EBU kritisierte die ukrainische Entscheidung und hofft weiter auf die Aufhebung des Einreiseverbots. "Wir werden weiter mit den ukrainischen Behörden im Gespräch bleiben, mit dem Ziel, alle Künstler in Kiew zu haben. Das ist natürlich das, was wir am liebsten hätten", sagte Jon Ola Sand, Chef des Eurovision Song Contests.

bb/rb (AFP) 

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