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Sport-News

Russen retten Saubers F1-Team

Der Formel-1-Rennstall Sauber ist gerettet. Das Schweizer Privatteam geht eine Partnerschaft mit drei russischen Unternehmen ein und wendet ein drohendes Aus ab. Nun wird über die Fahrerbesetzung für 2014 diskutiert.

Der finanziell angeschlagene Formel-1-Rennstall Sauber hat wohl die Kurve gekriegt. Mit Hilfe von russischem Know-how und einem satten Rubel-Zuschuss wollen die in Not geratenen Schweizer, für die in dieser Saison auch der Deutsche Nico Hülkenberg fährt, wieder durchstarten. Ein drohender Totalschaden wegen erheblicher finanzieller Probleme ist abgewendet.

Bei den neuen Sauber-Partnern handelt es sich um den Investment Cooperation International Fonds, den Staatlichen Fonds zur Entwicklung der Nord-Westlichen Russischen Föderation und das russische Institut für Luftfahrt und Technologie. "Diese umfassende Kooperation ermöglicht es, russische Innovation an der Spitze des Motorsports zu präsentieren, und sie gibt dem Sauber F1 Team eine solide Basis, die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu steigern", teilte der Rennstall mit. Eine Verbindung zu finanzkräftigen russischen Unternehmen hat Sauber bereits durch seine Partnerschaft mit dem englischen Top-Fußballclub FC Chelsea, der im Besitz des russischen Milliardärs Roman Abramowitsch ist.

Der Teamchef von Sauber, der Schweizer Peter Sauber im Portrait (Foto: David Ebener/dpa)

Stets optimistisch: F1-Teamchef Peter Sauber

Einstieg für russischen Piloten

Zu dem Deal gehört allerdings auch, dass im kommenden Jahr der derzeit 17 Jahre alte Sergej Sirotkin aus Moskau passend zur Formel-1-Premiere in Russland sein Debüt in der Königsklasse des Motorsports feiern soll. Der aktuelle Formel-Renault Fahrer soll in einem Entwicklungsprogramm für russische Piloten "auf seine Aufgaben als Fahrer im Team ab dem Jahr 2014" vorbereitet werden, hieß es in einer Pressemitteilung. Er wäre damit nach Witali Petrow (2010 bis 2012) der zweite russische Formel-1-Fahrer und mit 18 Jahren der mit Abstand jüngste Pilot in der Königsklasse des Motorsports. Damit ist klar, dass entweder Hülkenberg, der seinen Vertrag wegen der Zahlungsschwierigkeiten von Sauber bereits gekündigt haben soll, oder der Mexikaner Estéban Gutierrez weichen muss.

Zuletzt gab es Spekulationen, Sauber stehe vor dem finanziellen Kollaps. Angeblich plagen den Rennstall bis zu 100 Millionen Euro Schulden. Erst am Wochenende hatte Rennstall-Gründer Peter Sauber eine baldige Rettung in Aussicht gestellt und sich kämpferisch gegeben. "Wir fahren nicht nur diese Saison zu Ende. Sondern wir werden noch viele Jahre in der Formel 1 sein", sagte der 69-Jährige. Das Team fährt seit 1993 ununterbrochen in der Königsklasse des Motorsports.