1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Presse

Rupert Neudeck: Bundesregierung soll sich in Moskau für Achtung der Menschenrechte einsetzen

Vorsitzender von "Cap Anamur" im Interview mit DW-RADIO/Russisch

"Die Bundesregierung muss die Regierung in Moskau darauf hinweisen, dass es eine Priorität gibt für Menschenrechte, die auch darin besteht, ein Dach über dem Kopf zu haben, Nahrung zu haben und eine Perspektive für Kinder. Humanitäre Arbeit in Tschetschenien und Inguschetien muss möglich bleiben." Das sagte der Vorsitzende der Hilfsorganisation "Cap Anamur", Rupert Neudeck, in einem Interview mit DW-RADIO/Russisch.

Neudeck war am Dienstag (7.1.2003) auf dem Moskauer Flughafen an der Einreise nach Inguschetien gehindert worden. Die russischen Behörden hatten die Visa der Delegation, zu der außer Neudeck der CDU-Politiker Norbert Blüm sowie der Schriftsteller Günter Wallraff gehörten, für ungültig erklärt. Die Gruppe, die in Moskau mit dem Tschetschenien-Beauftragten des russischen Präsidenten zusammentreffen wollten, musste sofort nach Deutschland zurückkehren.

Das Vorgehen gegen "Cap Anamur" zeige, so Neudeck, dass der russische Präsident offensichtlich "niemanden mehr in der Kaukasus-Region haben will, der dort beobachtet, was passiert". Neudeck zufolge sei das möglich "unter dem Schutzschild der internationalen Koalition gegen den Terror, in der Russen und US-Amerikaner einvernehmlich zusammenarbeiteten". Neudeck: "Das, was ich jetzt in Moskau erlebt habe, war so in den vergangenen 20 Jahren dort nicht möglich."

8. Januar 2003
005/03
  • Datum 08.01.2003
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/374f
  • Datum 08.01.2003
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/374f