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Migration nach Deutschland

Rund 47.000 neue Flüchtlinge in Deutschland im ersten Quartal

Die Zahl der Flüchtlinge, die jeden Monat nach Deutschland kommen, ist seit Jahresanfang weitgehend stabil. Jeder zweite Asylantrag wird abgelehnt oder anderweitig erledigt.

Wie aus der Statistik des Bundesinnenministeriums hervorgeht, waren die Hauptherkunftsländer Syrien (rund 11.000 Asylsuchende), Irak (rund 4.000) und Afghanistan (rund 3.000). Pro Monat kommen derzeit zwischen 14.000 und 15.000 Personen, die in Deutschland Zuflucht suchen.

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist die Zahl deutlich gesunken. Von Januar bis März 2016 verbuchte das Erstregistrierungssystem der Bundesländer noch knapp 174.000 neu angekommene Flüchtlinge.

Immer noch 278.000 unerledigte Fälle

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat im ersten Quartal 2017 über mehr als 222.000 Asylanträge entschieden, der größte Teil davon stammte also noch aus den Vorjahren. Die Zahl weiterhin unerledigter Fälle beim Bundesamt lag Ende März den Angaben zufolge noch bei rund 278.000.

Die Mehrheit der Asylanträge wird abgelehnt oder erledigt sich anderweitig etwa durch Rücknahme des Antrages oder weil ein anderer EU-Staat auf Grundlage des Dublin-Verfahrens zuständig ist. Nur knapp jede zweite Entscheidung des BAMF führt dazu, dass der Asylsuchende vorerst in Deutschland bleiben kann oder zumindest nicht abgeschoben wird.

In den ersten drei Monaten erhielt jeder Fünfte (21,7 Prozent) ein Aufenthaltsrecht als Flüchtling, wovon 859 Personen (0,4 Prozent) als asylberechtigt anerkannt wurden. Rund 41.100 (18,5 Prozent) erhielten subsidiären Schutz, womit ihr Familiennachzug stark eingeschränkt ist. Für rund 14.000 Personen (6,3 Prozent) erließ die Behörde nur ein Abschiebungsverbot. Abgelehnt oder anderweitig erledigt wurden knapp 54 Prozent der Anträge.

uh/sti (dpa, epd, rtr)

 

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