Rumäniens Ex-König Michael I. beigesetzt | Aktuell Europa | DW | 16.12.2017
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Monarchie

Rumäniens Ex-König Michael I. beigesetzt

Mit einem Trauerzug durch Bukarests Innenstadt und einem Gottesdienst hat Rumänien Abschied von dem früheren Monarchen Michael I genommen. Er starb am 5. Dezember im Exil in der Schweiz.

Tausende Menschen, darunter Repräsentanten europäischer Königshäuser, nahmen an dem Staatsbegräbnis in Bukarest teil. Unter den prominenten Gästen waren unter anderem der britische Thronfolger Prinz Charles, Spaniens früherer König Juan Carlos mit seiner Frau Sophia sowie das schwedische Königspaar Carl Gustaf und Silvia.

Die Menschen am Trauerzug riefen "König Michael", als der Sarg auf einem Militärjeep an ihnen vorüberfuhr, angeführt von einem orthodoxen Priester und einer Ehrengarde.

Rumänien Beerdigung von König Michael I. in Bukarest (picture-alliance/AP/V. Ghirda)

Adelige Ehrerweisung: der britische Thronfolger Prinz Charles und das frühere spanische Königspaar

Letzte Ruhe bei der Königsfamilie

Anschließend wurde der Sarg mit den sterblichen Überresten nach Curtea Arges, 160 Kilometer nordwestlich von Bukarest, gebracht, um im örtlichen Kloster beigesetzt zu werden. in der Kathedrale des Klosters hat bereits Michaels im Vorjahr gestorbene Frau, Königin Anna von Bourbon-Parma, ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Michael I. starb am 5. Dezember im Alter von 96 Jahren in seinem Exil in der Schweiz. Der Ex-Monarch war von 1927 bis 1930 und während des Zweiten Weltkriegs im Amt. Tatsächlich lag die Macht ab 1940 in den Händen des zum Führer ausgerufenen Ion Antonescu. Michael beendete jedoch 1944 in einem "Königlichen Staatsstreich" die Militärdiktatur Antonescus. Nach Kriegsende regierte der König zunächst weiter, musste aber Ende 1947 auf Druck der Kommunisten abdanken und ließ sich daraufhin in der Schweiz nieder. Erst nach dem Sturz von Nicolae Ceausescu reiste er am 25. Dezember 1990 erstmals wieder in seine Heimat.

fab/rk/jj (kna, APE)

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