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Wirtschaft

Rubelverfall belastet Metro

Die Krise in Russland hält den deutschen Handelskonzern Metro weiter in Atem. Der schwache Rubel hat das Weihnachtsgeschäft verhagelt. Freude bereitet Vietnam.

Der stark in Osteuropa engagierte Handelsriese verbuchte im ersten Quartal 2015/16 mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft einen Rückgang des operativen Gewinns (Ebit) vor Sonderfaktoren auf 828 (Vorjahr: 891) Millionen Euro, wie Metro am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. Rund 40 Millionen Euro habe Metro durch negative Wechselkurseffekte vor allem durch den schwachen Rubel verloren. Der Rückgang fiel damit kräftiger aus als vom Markt erwartet. Analysten hatten einen operativen Gewinn vor Sondereffekten von 852 Millionen Euro prognostiziert.

Profitieren konnte Metro im Quartal dagegen vom Verkauf des Großmarktgeschäfts in Vietnam. Dadurch kletterte der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn von 404 Millionen auf 549 Millionen Euro. Der Umsatz sank um 1,3 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro, was neben dem Verkauf von Unternehmensteilen auch am schwachen Rubel lag.

Die Erlöse legten minimal zu. Einen großen Anteil daran hatten die deutschen Verbraucher, die den Düsseldorfern ein gutes Weihnachtsgeschäft bescherten. Vorläufige Umsatzzahlen hatte der Konzern, zu dem die Großmärkte Cash & Carry, die Elektronikketten Media Markt und Saturn sowie die Lebensmittelkette Real gehören, bereits Mitte Januar vorgelegt. An der Jahresprognose hält Konzernchef Olaf Koch fest, er peilt für Umsatz und operativen Ertrag (Ebit) vor Sonderfaktoren weiter eine "leichte Steigerung" an.

zdh/hb (dpa, rtr)