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Aktuell Amerika

Rousseff tritt neue Amtsperiode in Brasilien an

Marktfreundlichere Politik und die Verbesserung der Beziehungen zu den USA - um diese Themen soll es in der zweiten Amtszeit von Brasiliens Präsidentin Rousseff gehen. Im Parlament in Brasilia legte sie den Amtseid ab.

Dilma Rousseff hat in Brasilien ihre zweite Amtsperiode als Staatschefin angetreten. Die 67-jährige Präsidentin wurde im Parlament in Brasília in Anwesenheit von 14 Staats- und Regierungschefs vereidigt. Auch US-Vizepräsident Joe Biden nahm an der Zeremonie teil. Rousseff hatte im Oktober als Kandidatin der Arbeiterpartei (PT) mit 51,6 Prozent der Stimmen die Stichwahl gegen den konservativen Bewerber Aécio Neves gewonnen.

"Brasilien braucht Wachstum"

Angesichts der schwächelnden Wirtschaft in dem südamerikanischen Land, kündigte Rousseff in ihrer Antrittsrede eine wirtschaftsfreundliche Politik an. "Ich weiß mehr als jeder andere, dass Brasilien wieder Wachstum braucht", sagte die Präsidentin. Dazu würden der Haushalt verbessert, die Staatsausgaben verringert, Investitionen gesteigert und die Produktivität erhöht. Welche Maßnahmen konkret geplant sind, sagte Roussef nicht. Sie versprach jedoch, dass die Belastungen für die Bevölkerung so gering wie möglich gehalten werden sollen.

Bessere Beziehungen zu den USA

Der Fokus ihrer Außenpolitik werde in der Besserung der Beziehungen mit den USA liegen, erklärte die Staatschefin. Die Beziehung zwischen Brasília und Washington war 2013 sichtlich abgekühlt, nachdem bekannt wurde, dass der US-Geheimdienst NSA Gespräche und E-Mails der Präsidentin ausspioniert hatte. Rousseff sagte damals einen bereits geplanten Besuch in die USA ab. Die Anwesenheit Bidens, der auch zur WM 2014 nach Brasilien gereist war, wurde als Zeichen einer Annäherung beider Regierungen gedeutet.

cr/haz (dpa, rtr)