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Krieg in Syrien

Rotes Kreuz: Bislang haben 34.000 Zivilisten und Rebellen Ost-Aleppo verlassen

Die Evakuierung der syrischen Metropole dauert - entgegen anderslautender Meldungen vom Mittwoch - an. Noch immer warten Tausende darauf, aus der sterbenden Stadt wie auch aus den Dörfern Fua und Kefraja herauszukommen.

Unter den 34.000 Evakuierten sind nach Auskunft des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) allein 4000 Rebellenkämpfer. Diese seien aufgrund einer Vereinbarung der Bürgerkriegsparteien aus dem Osten Aleppos in ländliche Gebiete gebracht worden, die noch unter Kontrolle der Rebellen stünden, teilte IKRK-Sprecherin Krista Armstrong mit. Insgesamt konnten nach Angaben eines Rebellenvertreters in der Nacht und am Morgen weitere 20 Busse und mehr als 600 Privatfahrzeuge Aleppo verlassen. Ein UN-Mitarbeiter in Syrien sagte, noch immer verließen Menschen die Großstadt im Norden Syriens. Das Rote Kreuz hofft aber, dass die Evakuierung Ost-Aleppos am Abend abgeschlossen werden kann. 

Am Mitwochabend hatte es widersprüchliche Angaben zum Stand der Evakuierung gegeben. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete, die letzten Aufständischen hätten die Stadt verlassen. Die Vereinten Nationen bestätigten dies ausdrücklich nicht.

Der Osten der Stadt war jahrelang in der Hand der Rebellen. Zuletzt rückten jedoch Regierungstruppen mit russischer Unterstützung immer weiter vor. Nun sollen die Rebellen und Zivilisten aus den letzten Enklaven abziehen, bevor die Armee komplett die Kontrolle übernimmt. Parallel zur Evakuierung Ost-Aleppos wird die Bevölkerung aus zwei Dörfern - Fua und Kefraja in der Provinz Idlib - in Sicherheit gebracht, die von Rebellen belagert werden.

Schneesturm verschlimmert die Lage in Nordsyrien

Beide Seiten machten sich in den vergangenen Tagen gegenseitig für die jüngsten Verzögerungen verantwortlich. Zudem weisen Rebellen auf einen Schneesturm im Norden Syriens hin. Helfer vor Ort berichten von Menschen, die stundenlang bei Eiseskälte in ungeheizten Bussen warten müssen.

Die Einnahme von ganz Aleppo wäre ein Sieg für Präsident Baschar al-Assad und seine russischen Verbündeten. Allerdings halten die Rebellen noch weite Landstriche in Syrien. Dort ist zudem die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) präsent. Der Bürgerkrieg tobt seit fast sechs Jahren. Hunderttausende Menschen sind ums Leben gekommen, Millionen sind auf der Flucht.

sti/fab (afp, rtr)

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