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Fußball

Rote Teufel versenken Piratenschiff

Wenn Wüstenfüchse, Kängurus, Elefanten, Löwen und Super-Adler gegeneinander antreten, handelt es sich nicht zwingend um die Olympischen Spiele im Tierreich, sondern um sehr menschliche Fußballer auf zwei Beinen.

Ein sinkendes Schiff (Foto: AP)

Zwei Volltreffer: Die südkoreanischen "roten Teufel" versenken das griechische "Piratenschiff" mit 2:0.

Mit den Spitznamen ist das so eine Sache: meist werden sie einem von jemand anders verliehen und nicht immer fühlt man sich damit gut getroffen. Wenn Mannschaften einen Spitznamen erhalten, spiegeln sich darin meist die Hoffnungen der Fans ("die Unabsteigbaren"/ VfL Bochum) oder einfach nur das Vereinswappen wider ("die Geißböcke"/1. FC Köln).

Wer hat Angst vor den "kleinen Drachen"?

Auch die Nationalmannschaften der WM in Südafrika tragen natürlich Spitznamen, viele von Ihnen aus dem Tierreich: Dass die Spieler der Elfenbeinküste "die Elefanten" genannt werden, ist irgendwie klar. Auch "die Kängurus" (oder als Kunstname "Socceroos"/Australien) sind nun wirklich nicht schwer zu erraten. Die drei Löwen auf dem Wappen des englischen Fußballverbandes führten unweigerlich zum Beinamen "three lions", vor denen man deutlich mehr Angst haben dürfte als vor den Wüstenfüchsen (Algerien) oder den "kleinen Drachen" (Slowenien).

Wenn's mal kein Tier sein soll, müssen oft (die National-)Farben herhalten, kleine Überschneidungen sind dabei freilich nicht ausgeschlossen: Wenn "Les Bleus" (die Blauen/Frankreich) gegen "Gli Azzurri" (die Blauen/Italien) spielen, weiß der Fan auf der obersten Tribüne im Stadion gar nicht mehr, wem er die Daumen drücken soll. Feurig geht's dagegen zu, wenn "die Rote Furie" (Spanien) gegen "die roten Teufel" (Südkorea) spielt.

Wie explosiv ist eigentlich dänisches Dynamit?

Fantasievoll muten "das Piratenschiff" (Griechenland), das "dänische Dynamit" (Dänemark) und "die schwarzen Sterne" (Ghana) an. Die deutschen Kicker kommen da etwas einfallslos daher. Im Ausland wird die DFB-Elf schlicht "die Mannschaft" genannt. Nicht gerade furchteinflößend, aber immerhin noch besser als die USA: die haben nämlich gar keinen Spitznamen.

Autor: Joscha Weber

Redaktion: Olivia Fritz

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