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Fußball

Rostock muss in die Relegation

Der letzte Spieltag wurde von schweren Ausschreitungen Rostocker Fans überschattet. Hansa muss nach einem 1:3 in Düsseldorf in die Relegation. Freudenfeiern dagegen auf St. Pauli und in Kaiserslautern.

Fußball, 2. Bundesliga, 34. Spieltag, Fortuna Düsseldorf - FC Hansa Rostock am Sonntag (09.05.2010) in der EspritArena in Düsseldorf. Fans von Hansa Rostock zünden Feuerwerkskörper. (Foto: dpa/Friso Gentsch)

Rostocker Chaoten - will keiner mehr haben in der zweiten Liga ...

Fußball, 2. Bundesliga, 34. Spieltag, Fortuna Düsseldorf - FC Hansa Rostock am Sonntag (09.05.2010) in der EspritArena in Düsseldorf. Der Düsseldorfer Torschütze zum 2:0, Anderson de Olivera (M), läßt sich von seinen Teamkollegen Marcel Gaus (l) und Johannes van den Bergh (r) für seinen Treffer feiern. (Foto: dpa/Friso Gentsch)

Bester Aufsteiger: Fortuna Düsseldorf auf Rang 4

Es dürfte einige geben, die Hansa Rostock keine Träne nachweinen, wenn der Club aus der zweiten Liga absteigen muss. Denn am letzten Spieltag dieser Zweitligasaison präsentierten sich einige Anhänger der Rostocker von ihrer schlechtesten Seite: Schon am Vorabend der Partie hatten sie in Düsseldorf randaliert - 14 Polizisten wurden verletzt, 159 Personen festgenommen. Dann stand die Begegnung, in der sich Hansa den Klassenerhalt sichern wollte, zweimal kurz vor dem Abbruch. Schon in der Anfangsphase waren Feuerwerkskörper auf das Spielfeld geflogen, nach einer 20-minütigen Unterbrechung entschieden Schiedsrichter und DFL-Vertreter aber, das Spiel fortzusetzen. Kurz vor Ende unterbrach WM-Referee Stark das Spiel erneut, weil in unmittelbarer Nähe des Schiedsrichter-Assistenten ein Feuerwerkskörper explodierte, dann pfiff er sogar schon vor Ablauf der regulären Spielzeit ab.

FSV Frankfurt rettet sich

In sportlicher Hinsicht brannten die Rostocker kein Feuerwerk in Düsseldorf ab. Sie unterlagen mit 1:3 (0:2) und blieben damit auf dem 16. Tabellenplatz. Nun spielt Rostock gegen den Drittliga-Dritten FC Ingolstadt 04 um den Klassenerhalt. Den sicherte sich der FSV Frankfurt mit einem 1:1 (0:1) gegen Absteiger TuS Koblenz.

Kaiserslauterns Georges Mandjeck (re) und Augsburgs Daniel Baier im Zweikampf in der Partie 1. FC Kaiserslautern - FC Augsburg in Kaiserslautern, (Foto: apn/Daniel Maurer)

Bald auch in der ersten Liga? Rassiges Duell Kaiserslautern - Augsburg

Zweitliga-Meister wurde der 1. FC Kaiserslautern. Die Pfälzer spielten zu Hause 1:1 (0:0) gegen den FC Augsburg, der die Saison auf Rang drei beendete und nun in der Relegation sein Glück gegen den Drittletzten der Ersten Bundesliga, gegen den 1. FC Nürnberg, versuchen darf.

Tollhaus St. Pauli

Beim FC St. Pauli war das Ergebnis zweirangig. Hier feierten Fans und Spieler den Aufstieg auch mit und nach einem 1:2 (1:1) gegen den SC Paderborn. Mit einer Mega-Party bejubelten tausende Fans die Kiezkicker, die rechtzeitig zum 100-jährigen Vereinsjubiläum nach acht Jahren wieder erstklassig sind. "Wir feiern, bis der Arzt kommt", kündigte Paulis Sportchef Helmut Schulte eine lange Nacht an.

Die weiteren Ergebnisse: 1860 München - 1. FC Union Berlin 2:0 (1:0), Alemannia Aachen - MSV Duisburg 1:1 (0:1), Arminia Bielefeld - Rot-Weiß Oberhausen 2:1 (0:1), Karlsruher SC - SpVgg Greuther Fürth 1:1 (1:1), Energie Cottbus - Rot Weiss Ahlen 4:1 (1:0). Ahlen stand schon seit Wochen als erster Absteiger in die Dritte Liga fest.

Treffsicherer Thurk

Augsburgs Michael Thurk feiert eines seiner 23 Zweitligatore (Foto: AP/Martin Meissner)

Eigentlich zu gut für die zweite Liga: Michael Thurk

Torschützenkönig der Zweiten Liga wurde der Augsburger Michael Thurk mit 23 Treffern vor St. Paulis Markus Ebbers, der 20 mal getroffen hat. 4,6 Millionen Fans verfolgten die 306 Spiele, das sind 200.000 weniger als im Vorjahr (4,8 Millionen). Den besten Besuch hatten die Heimspiele des 1. FC Kaiserslautern gegen Hansa Rostock am 32. Spieltag und gegen Augsburg am 34. Spieltag mit jeweils 50.300 Zuschauern. Der bisherige Zuschauer-Saisonrekord von 5,5 Millionen wurde in der Saison 2007/08 erzielt.

Autor: Tobias Oelmaier (sid/dpa)
Redaktion: Wolfgang van Kann