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Sport

Rosberg verlängert bei Mercedes

Der WM-Führende Nico Rosberg bleibt bis 2018 bei den Silberpfeilen. Das gibt der Formel-1-Rennstall vor dem Rennen in Ungarn bekannt - nach einem Verhandlungsmarathon.

Nach monatelangem Poker hat Formel-1-Spitzenreiter Nico Rosberg seinen Vertrag bei Mercedes um zwei Jahre bis 2018 verlängert. Die Einigung auf die letzten Details erfolgte vor dem

Großen Preis von Ungarn

an diesem Wochenende. Mercedes veröffentlichte am Freitag ein Foto der neuen Vereinbarung, der Tweet trug den Titel "Unter Dach und Fach". Rosbergs aktueller Vertrag wäre am Saisonende ausgelaufen. Der 31-Jährige fährt seit 2010 für Mercedes, in den ersten drei Jahren neben Rekordweltmeister Michael Schumacher. Vor dem elften Saisonrennen am Sonntag führt Rosberg die WM-Gesamtwertung mit einem Punkt Vorsprung vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton an. Der Vertrag des Briten beim Silberpfeil-Team läuft ebenfalls bis Ende 2018.

Berater Berger

In den vergangenen Wochen hatten Rosberg und die Mercedes-Führung immer wieder betont, dass es an einer weiteren Zusammenarbeit keine Zweifel gebe. "Es ist sicher, dass ich noch viele Jahre in Silber fahren will", hatte Rosberg zuletzt gesagt. Allerdings darf auch als sicher gelten, dass der zweimalige Vize-Weltmeister bei seinen Vorstellungen über Gehalt und Prämien gern in ähnliche Regionen vorstoßen wollte wie sein Stallrivale Hamilton. Rosberg holte sich daher für die Detail-Verhandlungen mit Mercedes den ehemaligen Formel-1-Piloten Gerhard Berger als Berater. Der Österreicher galt schon während seiner aktiven Karriere als knallharter Verhandler.

"Wir flirten nirgendwo, er flirtet nirgendwo"

Die Dauer des Pokers um Rosberg hatte im Frühjahr sogar zu Spekulationen geführt, der Deutsche könnte Kimi Räikkönen bei Ferrari ersetzen. Inzwischen hat der Finne jedoch von der Scuderia einen weiteren Einjahresvertrag als Teamkollege von Sebastian Vettel erhalten. Ohnehin hatte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff im Fall Rosberg versichert: "Wir flirten nirgendwo, er flirtet nirgendwo." Trotz des intensiven Titelduells zwischen den beiden Mercedes-Piloten, das in dieser Saison durch Unfälle in Spanien und

Österreich

erneut eskaliert war, hatte Mercedes stets betont, an seinem Fahrer-Duo festhalten zu wollen.

sn/asz (dpa, sid)

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