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Sport

Roque trifft und muss gehen

Ein Star glänzt in Südamerika, ein deutscher Manager will skandalöse Zustände der FIFA melden und ein blonder Engel erfüllt sich einen Traum - die Fußballnachrichten.

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Gefeiert: Roque Santa Cruz

Mit einer Torgala war Roque Santa Cruz der gefeierte Star bei der Copa America, aber für den FC Bayern München steht der Stürmer aus Paraguay bei dem Traditionsturnier weiter im Schaufenster für andere Clubs. Der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München will den 25-Jährigen auch nach seinen drei Treffern beim 5:0 (1:0)-Sieg Paraguays am Donnerstag (Ortszeit) gegen Kolumbien verkaufen, obwohl Santa Cruz derzeit einer von nur drei gesunden Stürmern bei den Münchnern ist. "Wir wollen Roque Santa Cruz nicht noch für vier bis sechs Wochen behalten. Das ist nicht unser Ziel", sagte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld am Freitag in München.

Santa Cruz, der in seinen acht Jahren beim FC Bayern nie über einen längeren Zeitraum die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen konnte, stellte bei seinem spielfreudigen Auftritt bei der Copa America sogar den 4:1 (1:1)-Erfolg von Titelfavorit Argentinien mit einem enttäuschenden Lionel Messi gegen die USA in den Schatten. Aus Sicht der Münchner hat der Offensivspieler, der noch einen Vertrag bis 2009 hat, in erster Linie seine Transferchancen verbessert.

Heldt tobt

Der deutsche Meister VfB Stuttgart wird wegen der angeblichen Angebote von Italiens Rekordmeister Juventus Turin für Nationalstürmer Mario Gomez und Kapitän Fernando Meira den Fußball-Weltverband FIFA einschalten. "Wir werden in dieser Saison keinen Spieler abgeben. Das sind skandalöse Vorgänge. Unsere Spieler werden verrückt gemacht. Wir werden die FIFA einschalten, schließlich sind wir kein Ausbildungsverein für ausländische Klubs", polterte VfB-Manager Horst Heldt beim Trainingsauftakt der Schwaben am Freitag. Nachdem für Nationalstürmer Gomez vor Wochenfrist bereits ein 25-Millionen-Euro-Angebot kolportiert worden war, soll Juventus nach Informationen portugiesischer Medien zudem bis zu 20 Millionen Euro für eine Verpflichtung von Innenverteidigers Meira geboten haben. Während Gomez kein Interesse an einem Vereinswechsel gezeigt hatte, wollte Meira trotz eines Vertrages in Stuttgart bis 2010 einen Transfer nach Spanien oder Italien nicht ausschließen.

Vor Erfüllung des Lebenstraums

Fußballtrainer Brend Schuster

Bernd Schuster

Bernd Schuster ist offenbar nur noch wenige Tage von der Erfüllung eines Lebenstraumes entfernt. Nach Informationen der spanischen Sportzeitung AS wird der "Blonde Engel" in der kommenden Woche einen Vertrag als Trainer beim Rekordmeister Real Madrid unterzeichnen und seine Laufbahn mit dem Sprung auf den begehrtesten Trainerstuhl der Fußball-Welt krönen. Seit Freitag ist der Weg zu den "Königlichen" endgültig frei. "Ich bin sicher, dass in der nächsten Woche alles über die Bühne geht", wird der Europameister von 1980 in dem Blatt aus Madrid zitiert. Real hatte am Donnerstag mit der Entlassung von Fabio Capello bereits den Boden für eine Verpflichtung des "blonden Engels" bereitet, und seit Freitag 12.00 Uhr war auch das letzte Hindernis beseitigt: Angel Torres, der Präsident von Schusters derzeitigem Verein FC Getafe, bestätigte in einer viel beachteten Pressekonferenz, die im spanischen Fernsehen live übertragen wurde, seine Bereitschaft zur Vertragsauflösung.

"Ich habe ihm gesagt, dass meine Tür offen steht und wir uns innerhalb von zwei Minuten einigen können. Schuster ist mein Freund, und ich lege ihm keine Steine in den Weg. Er hat mir gesagt, dass Real ihn holen möchte. Er war sehr aufgeregt, die Idee gefiel ihm, und er will dorthin", sagte Torres, der selbst seit langem Mitglied beim dreimaligen Weltpokalsieger ist.