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UEFA

Ronaldo ist erneut Europas Fußballer des Jahres

Superstar Cristiano Ronaldo besiegt erneut seinen Dauerrivalen Lionel Messi und ist wie im Vorjahr Europas Fußballer des Jahres. Bei den Frauen gewinnt eine frisch gebackene Europameisterin.

Kein Weg führte bei dieser Wahl an ihm vorbei: Superstar Cristiano Ronaldo ist Europas Fußballer des Jahres. Damit wiederholt der Portugiese seinen Vorjahressieg. Für seine erneut herausragende Saison mit vielen Titeln und noch mehr Toren erhielt der 32-jährige Portugiese am Donnerstagabend im Grimaldi Forum von Monaco bereits zum vierten Mal die silberglänzende Trophäe - eine Bestmarke nach den Erfolgen 2008, 2014 und 2016.

"Ich liebe es, Trophäen zu gewinnen - als Einzelspieler und im Team. Ich bin so glücklich und gesegnet", sagte Ronaldo, der zuvor auch als bester Angreifer der Champions-League-Saison ausgezeichnet worden war: "Ich darf Fußball spielen, den Sport, den ich liebe. Es ist alles harte Arbeit und viel Hingabe."

Mit seinem Klub Real Madrid holte der Portugiese nach fünf Jahren wieder die Meisterschaft in die spanische Hauptstadt, zudem feierte er die Siege in der Champions League, bei der Klub-WM und im UEFA-Supercup. Dabei steuerte der manchmal als eigensinnig geltende Stürmer in 46 Pflichtspielen 42 Treffer bei, zudem erzielte der Europameister in zehn Länderspielen 14 Tore. Dafür kassiert er ein Millionengehalt bei Real.

Zwar lag er damit hauchdünn hinter Messi, der für den FC Barcelona und sein Heimatland 5-mal traf. Am Ende zählten für die 55 Medienvertreter aus allen UEFA-Mitgliedsverbänden sowie die stimmberechtigten Trainer aller Champions- und Europa-League-Teilnehmer aber die wichtigeren Tore. Und die erzielte nun mal Ronaldo.

Ronaldo zieht an Messi vorbei

Cristiano Ronaldo (picture-alliance/augenklick/firo Sportphoto/A. Liverani)

Leichtfüßig tanzt Ronaldo (r.) die Gegner aus - auch die Steuerfahnder?

Mit der Auszeichnung überflügelte Ronaldo auch seinen ewigen Rivalen Messi (Argentinien), der bislang dreimal (2009, 2011, 2015) Europas Fußball-Thron erklommen hatte. Der Angreifer war in diesem Jahr ebenfalls nominiert gewesen, er war im Kampf mit Ronaldo aber letztlich ebenso wie Star-Keeper Gianluigi Buffon (Italien) chancenlos. Als bester Deutscher landete Weltmeister Toni Kroos bei der Wahl auf dem fünften Platz.

Chancenlos war bei den Frauen auch die deutsche Nationalmannschafts-Kapitänin Dzsenifer Marozsán, der wohl auch das frühe Aus des DFB-Teams bei der Europameisterschaft in den Niederlanden zum Verhängnis wurde. Gekürt wurde Lieke Martens von Europameister Niederlande. Erst vor wenigen Wochen hatte sich die Spielerin des FC Barcelona mit ihrer Nationalelf den Titel beim Heimspiel geholt.

Niederlande Frauen EM Finale Niederlande - Dänemark (Reuters/T. Kluiters)

Europameisterin Lieke Martens (l.) freut sich über einen weiteren Titel

Außerdem nominiert war Pernille Harder (Dänemark). Im Vorjahr hatte die Norwegerin Ada Hegerberg triumphiert.
 Bei der Wahl waren neben 55 Medienvertretern aus den UEFA-Mitgliedsverbänden auch die Trainer der Champions- und Europa-League-Teilnehmer stimmberechtigt. Marozsán wurde wohl das frühe EM-Aus mit der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zum Verhängnis.

Ronaldo weiter im Visier der Steuerfahnder

Bei allen sportlichen Erfolgen: Ronaldo wird wohl auch bis auf Weiteres vom spanischen Fiskus verfolgt, weil er Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben soll. Dass er nun ausgerechnet im Steuerparadies Monaco ausgezeichnet wurde, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

jw/qu (mit sid, dpa)

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