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Aktuell Welt

Romneys große Versprechen

Die guten alten Zeiten sollen wieder her: Der Kandidat der Republikaner, Romney, versuchte auf dem Parteitag, den American Dream noch einmal zu beschwören. Wie Amtsinhaber Obama weiß er, dass Jobs das Wichtigste sind.

Seine Rhetorik ist aus dem langen Vorwahlkampf bekannt: Mitt Romney, der republikanische Präsidentschaftskandidat, verspricht nicht weniger als die Rettung der USA und damit der ganzen Welt aus dem Zeitalter der "Dunkelheit" und den Anbruch einer neuen glänzenden Ära der Amerikaner.

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Mitt Romney verspricht besseres Amerika

"Jetzt ist es an der Zeit, die amerikanische Verheißung wiederherzustellen", ruft er den Delegierten des Nominierungsparteitags in Tampa/Florida zu. Amerika soll "wieder aufgerichtet werden", seiner Führungsrolle nachkommen und sich erholen von den Enttäuschungen der vergangenen vier Jahre unter Präsident Barack Obama von den Demokraten. 

"Zwölf Millionen neue Jobs"  

Wie diesem ist Romney klar, dass wohl Wirtschaftslage und -perspektive die Wahlen am 6. November entscheiden werden. So spitzt er auf die Frage zu: "Was unser Land jetzt braucht, ist weder kompliziert noch tiefgründig. (...) Was Amerika braucht sind Jobs. Viele Jobs." Der Multimillionär und Finanzinvestor erneuert sein Versprechen, in seiner ersten Amtszeit zwölf Millionen neue Arbeitsplätze zu schaffen und macht seine Rede zu einem Plädoyer für das freie Unternehmertum. 

Er wiederholt seine Ankündigung, die Gesundheitsreform von Obama umgehend rückgängig zu machen. Der Kampf gegen den Klimawandel spielt dagegen für Romney derzeit keine Rolle. "Präsident Obama hat versprochen, den Anstieg des Meeresspiegels zu verlangsamen und den Planeten zu heilen", polemisiert er und resümiert: "Mein Versprechen ist, Euch und Euren Familien zu helfen."

Auch der Hollywood-Star Clint Eastwood erklärte mit einer Schauspieleinlage, in der er ein imaginäres Gespräch eines enttäuschten Wählers mit Obama führte, seine Unterstützung für Romney.

Schauspieler Clint Eastwood (Foto: Reuters)

Clint Eastwood spricht mit einem leeren Stuhl - und stellt kritische Fragen an einen imaginären Obama

Unabhängig von Energie aus dem Ausland

Amtsinhaber Obama warf er vor, das Land in die falsche Richtung geführt zu haben. Neben dem Arbeitsplatzaufbau wolle er das Land bis 2020 unabhängig von Energie aus dem Ausland machen.

 Außenpolitisch lobte Romney Obama dafür, dass er die Tötung Osama bin Ladens angeordnet und ausführen ließ. Gegenüber dem Iran und der von Teheran ausgehenden nuklearen Bedrohung agiere er zu zögerlich, wichtige Verbündete wie Israel und Polen habe er im Stich gelassen. Und auch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gehe er zu nachgiebig um. "Unter meiner Regierung werden unsere Freunde mehr Loyalität sehen", kündigte Romney an.

Amtsinhaber Obama wird in der kommenden Woche beim Parteitag der Demokraten in Charlotte erneut ins Rennen um das höchste amt im Staate geschickt.

SC/uh (afp, rtr, dapd, dpa)

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