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Reise

Rom: Aus für falsche Gladiatoren

Die Stadtverwaltung Roms hat das Fotografieren mit antik verkleideten Darstellern verboten. Diese Maßnahme sei aus Sicherheitsgründen notwendig, heißt es.

Für viele waren sie in Rom bisher ein Ärgernis: als altrömische Legionäre, Gladiatoren oder Zenturionen ("Hundertschaftsführer") verkleidete Darsteller, die sich gegen Geld mit Touristen fotografieren lassen und oft recht aggressiv hohe Geldbeträge fordern. Sie müssen sich jetzt einen neuen Job suchen. Stadtpräfekt Francesco Paolo Tronca erließ eine Verordnung, die es ab sofort verbietet, sich in "historischen Kleidungsstücken" gegen Geld fotografieren oder filmen zu lassen. Als Strafen drohten unter anderem Bußgelder von 400 Euro und die Beschlagnahme der Kostüme, sagte ein Sprecher der Stadt. Die Maßnahme sei aus Sicherheitsgründen notwendig, heißt es in dem Erlass.


Ähnliche Verbote hatte es schon früher gegeben, sie waren aber nicht wirklich durchgesetzt worden. Jetzt aber will die Stadtverwaltung Ernst machen: am 8. Dezember eröffnet Papst Franziskus das "Jahr der Barmherzigkeit", es wird Millionen zusätzliche Pilger nach Rom und zum Vatikan locken. Das verlangt angesichts der Terrorgefahr schärfere Sicherheitsmaßnahmen. Nach der neuen Verordnung ist es auch verboten, Touristen in Rikschas zu kutschieren und entlang der Schlangen vor beliebten Sehenswürdigkeiten Tickets für genau festgelegte Besuchszeiten zu verkaufen.

ks/ at (dpa, afp)

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