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Reise

Rom öffnet neuen Circus Maximus

Wo einst Kaiser mit Wagenrennen das Volk bespaßten, öffnet nach jahrelangen Arbeiten erstmals eine archäologische Ausgrabungsstätte, die die Zeit von "Brot und Spielen” dokumentiert.

"Was wir gefunden haben, erzählt von der gesamten Geschichte dieses Monuments”, sagte Claudio Parisi Presicce, Generalintendant der römischen Antikenbehörde. Die Wiederbelebung dieses Ortes sei eine "immense Operation” gewesen.

Mehr als sechs Jahre lang gruben die Archäologen, legten Marmorblöcke und Gänge frei und befestigten einen Fußweg, von dem die Besucher einen guten Blick über das 600 Meter lange und 140 Meter breite Feld zwischen dem Palatin- und dem Aventin-Hügel im Stadtzentrum haben. 

In der Senke fanden schon um 600 vor Christus Wettkämpfe statt. Die römischen Kaiser ließen auf dem Circus Maximus zum Vergnügen für sich und das Volk Gladiatoren um ihr Leben kämpfen. Exotische Tiere wurden gejagt sowie Exekutionen, Theateraufführungen, religiöse und Triumph-Prozessionen abgehalten. "Bis zu 250 000 Menschen fanden Platz”, sagte Presicce.

Italien Circus Maximus in Rom (picture-alliance/AP Photo/G. Borgia)

Circus Maximus in Rom

Im Vergleich sehen moderne Fußballstadien dagegen klein aus. Wie bedeutend für Rom die Eröffnung ist, betonte auch Bürgermeisterin Virginia Raggi: "Es ist wichtig, der Stadt einen so wertvollen Ort wiederzugeben”. 

Der römische Dichter Juvenal prägte den Begriff "Brot und Spiele", auf Latein "panem et circenes", als Bezeichnung für die Politik der Kaiser gegenüber ihren Untertanen. 

is/ch (dpa/afp)