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Wirtschaft

Rolls-Royce findet Triebwerksfehler

Der Triebwerkshersteller Rolls-Royce hat die Ursache für die Notlandung eines Airbus A380 der Fluggesellschaft Qantas gefunden. Airbus befürchtet keinen Imageschaden, und die Airbus-Mutter EADS hebt ihre Prognose an.

Ein Airbus A 380 startet in Frankfurt (Foto: apn)

Start frei für den A 380

Airbus-Chef Tom Enders (Foto: apn)

Befürchtet keinen Imageschaden: Airbus-Chef Tom Enders

"Der Defekt ist auf ein spezielles Teil in der Turbine zurückzuführen. Dieses setzte Öl in Brand, das die Ablösung einer Scheibe zur Folge hatte", erklärte Rolls-Royce am Freitag (12.11.2010). Das Problem betreffe nur das Triebwerk des Typs Trent 900, das bei der A 380 von Lufthansa, Singapore Airlines und Qantas zum Einsatz kommt. Das betroffene Teil werde in Absprache mit dem Flugzeugbauer Airbus und den Fluggesellschaften ausgetauscht.

Qantas hält seit dem Vorfall vor gut einer Woche seine komplette A380-Flotte von sechs Maschinen am Boden. Singapore und Lufthansa tauschten nach erneuten Inspektionen Triebwerke aus. Airbus schloss nicht aus, dass die Untersuchungen die Auslieferungen des Großraumjets 2011 verzögern könnten. "Ein solcher Zwischenfall macht weder uns noch die Airlines glücklich. Aber ich bin sicher, dass der Ruf des Flugzeugs makellos bleibt und in den kommenden Jahren noch besser wird", sagte Airbus-Chef Tom Enders am Freitag in einer Telefonkonferenz. Ein Imageschaden für das Großraumflugzeug habe es nicht gegeben - auch keine Abbestellungen oder Diskussionen um Stornierungen.

Airbus-Mutter optimistisch

Airbus-Chef Louis Gallois (Foto: apn)

Wieder optimistischer: Airbus-Chef Louis Gallois

Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS blickt wieder optimistischer in die Zukunft. Die einsetzende Erholung der Luftfahrtbranche mache sich zunehmend in der Bilanz bemerkbar, sagte Konzernchef Louis Gallois am Freitag. Dank der guten Geschäftsentwicklung bei der Tochter Airbus hob der Konzern seine operative Gewinnprognose für das Gesamtjahr leicht an.

Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen will EADS 2010 nun mindestens 1,1 Milliarden Euro Gewinn erwirtschaften. Zuvor war das Unternehmen von rund einer Milliarde Euro ausgegangen, bei einem erwarteten Umsatz von rund 44 Milliarden Euro.

Die Stimmung bei EADS wird von der wieder einsetzenden Investitionsbereitschaft der Fluggesellschaften gehoben. Airbus geht daher davon aus, in diesem Jahr Bestellungen für bis zu 500 Flugzeuge zu erhalten. Das bisherige Ziel von 400 Aufträgen wurde mit 421 Bestellungen Ende Oktober bereits übertroffen. An die Kunden will der Flugzeugbauer etwas mehr als 500 Maschinen übergeben. Konzernchef Gallois gab jedoch zu bedenken, dass sich Sparpläne vieler Staaten negativ auf die Rüstungssparte des Konzerns auswirken könnten.

Autor: Rolf Wenkel (rtr, dpa)
Redaktion: Andreas Becker