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Sport-News

Rolle rückwärts beim DHB

Vor drei Tagen zog der Deutsche Handballbund seine Bewerbung für die Austragung der WM 2019 zurück. Nun das Kommando zurück: Der DHB stellt doch die Weichen für eine deutsche WM-Bewerbung.

Der Weg für eine deutsche Bewerbung um die Ausrichtung der Handball-WM 2019 ist frei. Nach tagelangen Streitigkeiten gab der Deutsche Handballbund (DHB) jetzt bekannt, dass die in der vergangenen Woche beim Weltverband IHF eingereichte Absichtserklärung nicht zurückgenommen werde. "Im Interesse des Handballs steht das amtierende Präsidium natürlich dahinter, dass der DHB die Chance bekommt, sich für 2019 als Ausrichter der Männer-WM zu bewerben", sagte DHB-Präsident Ulrich Strombach jetzt: "Wir wollen mit dem alten Präsidium behilflich sein, dass unsere Nachfolger noch auf diesen Zug aufspringen können."

Zuvor hatten Strombachs designierter Nachfolger Bernhard Bauer und der künftige Vizepräsident Leistungssport Bob Hanning den Zorn des Verbandes auf sich gezogen, weil sie das aktuelle Präsidium bei den WM-Plänen übergangen hatten. Daraufhin hatte Strombach angekündigt, die Bewerbung zurückzuziehen. Das neue Präsidium wird am 21. September dieses Jahres gewählt.

Später Schulterschluss

Bernhard Bauer im Porträt (Foto: dpa)

Bernhard Bauer kandidiert für das Präsidentenamt

"Ich bin froh, dass wir nun mit Ulrich Strombach einen gemeinsamen Weg gefunden haben. Zugleich entschuldige ich mich auch noch einmal ausdrücklich für unser Verhalten", sagt Bauer: "Wir haben in guter Absicht gehandelt. Dass wir das derzeitige Präsidium nicht über unser Vorhaben unterrichtet haben, war jedoch ein Fehler."

Verbunden mit dem Schulterschluss ist nun der Vorstoß, bei der IHF eine Fristverlängerung für die Abgabe des Grundkonzepts der Bewerbung vom 2. September auf einen Termin zum Ende des Monats zu erreichen. Der Rat der IHF wird am Montag, 28. Oktober 2013, in Doha bei seiner ersten Sitzung nach dem IHF-Kongress über die Vergabe der Männer-Weltmeisterschaft 2019 entscheiden. Dänemark, Mazedonien, Norwegen, Polen, die Slowakei und Schweden haben ebenfalls Interesse an einer Ausrichtung signalisiert.

ck/jw (sid, dpa)