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Sport

Rolland siegt, Wiggins weiter in Gelb

Der Franzose Pierre Rolland war der schnellste auf der elften Etappe der Tour de France, der "Königsetappe". Er setzte sich kurz vor dem Ziel aus einer vierköpfigen Ausreißergruppe ab und fuhr als erster durch das Ziel.

Die mit 148 Kilometern relativ kurze Strecke von Albertville nach La Toussuire hatte zwei Berge der höchsten Kategorie zu bieten, den Col de la Madeleine und der Col de la Croix des Fer – und zum Schluss den Anstieg zur Skistation nach La Toussuire. Dort siegte der Franzose Rolland vor seinem Landsmann Thibaut Pinot, der den Sprint der Verfolgergruppe gewann und erneut für französische Jubelstürme sorgte.

Für die Verfolger des gesamtführenden Bradley Wiggins war es die zunächst letzte Chance, im Kampf um das Gelbe Trikot noch einmal anzugreifen. Doch der Brite wehrte alle Angriffe der Konkurrenten ab und baute sogar den Vorsprung auf Titelverteidiger Cadel Evans aus Australien aus. In der Gesamtwertung führt Wiggins nun 2:08 Minuten vor Chris Froome und 2:23 Minuten vor Vincenzo Nibali. Evans rutschte aus den Top drei und weist einen Rückstand von 3:19 Minuten auf die Spitze auf. Auf den fünften Rang kletterte der Belgier Jurgen Van den Broeck. Am Freitag steht die längste Etappe der Frankreich-Rundfahrt auf dem Programm: Über 226 km führt die Strecke von Saint-Jean-de-Maurienne nach Annonay Davezieux.

Aus für Cancellara

Gar nicht erst zur elften Etappe angetreten war Fabian Cancellara. Der Zeitfahr-Olympiasieger hat die Tour de France vorzeitig verlassen – er reiste zu seiner Frau, die kurz vor der Geburt des zweiten Kindes steht. "Es ist ein persönlicher Wunsch, bei der Geburt dabei zu sein", sagte Cancellara. So eine "Trophäe" sei wichtiger als irgendein Tour-Etappensieg oder eine olympische Medaille. Der Teamkollege von Jens Voigt und Andreas Klöden ist als Titelverteidiger einer der Topfavoriten auf Zeitfahr-Gold in London.

Fabian Cancellara bekommt das Gelbe Trikot. (Foto:Laurent Cipriani/AP/dapd)

Zu Beginn der Tour noch in Gelb, nun wieder zu Hause: Fabian Cancellara

Dagegen wird der verletzte luxemburgische Radprofi Andy Schleck nach der Frankreichrundfahrt auch die Olympischen Spiele verpassen. Sein Steißbeinbruch ist noch nicht vollständig ausgeheilt. Schleck, der wegen des Dopingfalls Alberto Contadors nachträglich zum Tour-Sieger 2010 erklärt worden war, hatte sich zuletzt in Bern weiteren Untersuchungen unterzogen. "Andy hat noch immer Schmerzen. Eine MRT-Untersuchung hat gezeigt, dass die Verletzung zwar gut verheilt, es aber noch Zeit benötigt, bis er wieder aufs Rad steigen kann", sagte Teamarzt Andreas Gösele.

Konsequenzen für Di Grégorio

Der von seinem Team suspendierte Franzose Rémy Di Grégorio muss sich voraussichtlich vor Gericht verantworten. Dies kündigte Staatsanwalt Jacques Dallest an. Radprofi Di Grégorio war am ersten Ruhetag der Tour von der Polizei bei einem eindeutigen Telefonat mit einem Dopinghändler erwischt worden, stritt aber bei der Vernehmung vor einer Untersuchungsrichterin Doping ab.