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Pressemitteilungen

Rolf Peffekoven: Keine Sanktionen bedeuten Ende des Stabilitätspakts

* Wirtschaftsexperte im Interview mit DW-RADIO

"Wenn die Defizitquote wieder über drei Prozent liegt" oder möglicherweise sogar vier Prozent, dann wären Sanktionen aus Brüssel "eigentlich die Folge". Diese würden dann "haushaltspolitisch noch größere Schwierigkeiten machen". Das sagte der Wirtschaftsexperte Rolf Peffekoven in einem Interview mit DW-RADIO. Sollten diese Sanktionen ausbleiben, dann wiederum könne man "sicher davon ausgehen, dass dies das Ende des Stabilitäts- und Wachstumspaktes ist". Den Pakt werde "niemand mehr ernst nehmen, wenn jetzt schon im zweiten oder dann gar im dritten Jahr Verstöße nicht zu den vorgesehenen Sanktionen führen".

Er sehe auch die Stabilität des Euro dadurch gefährdet. Peffekoven in der Deutschen Welle weiter: "Uns ist in Deutschland der Euro seinerzeit ja insbesondere schmackhaft gemacht worden mit dem Argument, wir hätten den Stabilitätspakt und damit werde verhindert, dass es unsolide Finanzpolitik gibt." Wenn dieser Pakt nun "praktisch obsolet" werde, werde das auch das Vertrauen in den Euro schwächen.

Vom Ende des Irak-Kriegs gehen nach Ansicht Peffekovens nicht genug weltwirtschaftliche Impulse für einen Aufschwung in Deutschland aus: "Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass die Probleme, die wir haben, hausgemachte Probleme sind", so der Wirtschaftsexperte. Wirtschaftspolitik müsse beim Abbau der Arbeitslosigkeit ansetzen, "der Auslandseinfluss ist da eher bescheiden. Nur über die Binnenwirtschaft werden wir das Problem in den Griff bekommen können."
15. Mai 2003
094-03

  • Datum 15.05.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/3dya
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