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Pressemitteilungen

Rolf Langhammer: Genereller Schuldenerlass in Südasien "keine gute Idee"

Stellvertretender Präsident des Instituts für Weltwirtschaft im Interview von DW-TV


Einen generellen Schuldenerlass für die von der Flutkatastrophe in Südasien betroffenen Länder hält das Institut für Weltwirtschaft (Kiel) für "keine gute
Idee". In einem Interview von DW-TV sagte der stellvertretende Präsident des Instituts, Prof. Rolf Langhammer, zur Begründung, "die Länder würden ihre Kreditwürdigkeit auf den internationalen Kapitalmärkten verlieren". Ein Erlass könne zudem eine "Kettenreaktion" in Gang setzen, "denn auch andere Länder mit Katastrophenproblemen würden sich melden". Zudem sei nicht sichergestellt, dass die Streichung der Schulden "wirklich dazu führt, dass das Geld bei den Notleidenden ankommt".


Langhammer räumte ein, dass darüber hinaus nicht auszuschließen sei, dass die Mittel, "die jetzt für die Fluthilfe eingesetzt werden, anderen Ländern fehlen werden, wie zum Beispiel in Afrika oder in Teilen Lateinamerikas". Die westlichen Industrieländer sollten in erster Linie versuchen, private Investitionen in den von der Katastrophe betroffenen Ländern anzuregen. Eine Möglichkeit wäre, dass Industrieländer private Kapitalgeber subventionieren oder Patenschaften übernehmen. Langhammer gegenüber DW-TV: "Im Wesentlichen müssen private Investitionen in Schwung kommen."

12. Januar 2005
14/05

  • Datum 12.01.2005
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  • Permalink http://p.dw.com/p/6713
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