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Iran

Rohani tritt für zweite Amtszeit an

Irans Präsident Hassan Rohani will bei den Präsidentschaftswahlen im Mai für die Reformer kandidieren. Er hat gute Chancen auf eine Wiederwahl.

Die Kandidatur Rohanis gab Vizepräsident Hussein-Ali Amiri bekannt. Bis jetzt hatten sich weder Rohani noch das Präsidialamt zu dem Thema geäußert. Die Präsidentschaftswahl findet am 19. Mai statt. 

Der 68 Jahre alte Rohani gehört zum Reformlager. Er hat sich für mehr gesellschaftliche Freiheiten und eine Verbesserung der Beziehung mit dem Westen eingesetzt. So wurde in seiner Amtszeit etwa das Atomabkommen geschlossen, was zu einer Aufhebung vieler westlicher Sanktionen gegen die Islamische Republik führte. Rohani ist innerhalb der iranischen Bevölkerung beliebt, auch weil sich in den vergangenen Jahren die wirtschaftliche Situation im Iran verbessert hat. Kritiker werfen ihm jedoch vor, sich nicht für inhaftierte politische Dissidenten eingesetzt zu haben.

Wer wird sein Kontrahent?

Die anderen beiden großen Lager, die Hardliner sowie die Konservativen, suchen noch nach geeigneten Kandidaten. Nach Einschätzung von Kommentatoren hat jedoch keiner der bislang Genannten eine reelle Chance, die Wiederwahl Rohanis zu gefährden.

Die Opposition hofft, dass sich vor der Wahl außenpolitische Spannungen - dabei insbesondere mit der US-Regierung von Präsident Donald Trump - verschärfen und die Wirtschaft nicht wie erwartet von der Umsetzung des Atomabkommens mit dem Westen profitiert. Beides könnte zum Scheitern von Rohanis moderatem Kurs und zu einem politischen Comeback der Hardliner und Konservativen an die Macht führen.

chr/mak (dpa, afp)