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Aktuell Nahost

Rohani löst Ahmadinedschad ab

Mahmud Ahmadinedschad ist nicht mehr Präsident des Iran. Sein Nachfolger Rohani will im Atomstreit moderater sein und "einen radikalen Kurs vermeiden".

Irans neuer Präsident Hassan Rohani ist offiziell ins Amt eingeführt worden. Der 64-jährige Kleriker wurde am Samstag durch den obersten iranischen Führer, Ajatollah Chamenei, als Nachfolger von Mahmud Ahmadinedschad bestätigt.

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Neue Töne aus Teheran

Rohani kündigte an, sich für die Aufhebung der internationalen Sanktionen gegen sein Land einzusetzen. "Das Land muss den radikalen Kurs vermeiden und einen moderaten einschlagen, denn nur ein moderater Kurs führt uns zu Wohlstand und Fortschritt", sagte er bei seiner Amtseinführung. Seine Regierung werde für die Wiederbelebung der Wirtschaft einsetzen, eine Verständigung mit der Welt anstreben und für die Wahrung der nationalen Interessen eintreten.

Neuer Kurs im Atomstreit?

Rohanis Vorgänger Ahmadinedschad hatte das Land in seiner achtjährigen Amtszeit im Atomstreit auf Konfrontationskurs zum Westen gebracht. Rohani hat mehr Offenheit angekündigt, um die Welt von den friedlichen Zielen des Atomprogramms zu überzeugen. Israel und der Westen vermuten, dass der Iran unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms den Bau einer Atombombe betreibt.

International war die Wahl von Rohani begrüßt worden. Der frühere Atomunterhändler hatte die Präsidentschaftswahl am 14. Juni in der ersten Runde mit 51 Prozent der Stimmen gewonnen. Am Freitag hatte jedoch ein Rede von Rohani für Aufregung gesorgt, in der er Israel als "Wunde im Körper der muslimischen Welt" verunglimpft hatte.

det/re (afp, dpa, rtr)

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