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Kultur

Rock'n'Roll-Legende Fats Domino ist tot

Seine Songs "Blueberry Hill" und "I'm Walking" wurden zu Evergreens und verkauften sich weltweit millionenfach. Jetzt ist der Mitbegründer des Rock'n'Roll im Alter von 89 Jahren in seiner Heimat New Orleans gestorben.

Mit seinen Musikerkollegen Little Richard und Chuck Berry prägte der Sänger, Pianist und Komponist Fats Domino den frühen Rock'n'Roll entscheidend. Unvergessen sind seine einzigartige Stimme und seine fliegenden Finger, wenn er Klavier spielte. Antoine Domino, so sein bürgerlichem Name, sang in den 1950er Jahren viele Songs, die weltweit in den Charts bis an die Spitze kletterten.

Viele Hits - viele Auszeichnungen


Seine größten Hits, wie beispielsweise "Blueberry Hill", "Ain't That A Shame" und "I'm Walking" verhalfen ihm zu einer doppelten Ehrung: 1986 wurde er in die Rock and Roll Hall of Fame und 2003 in die Blues Hall of Fame aufgenommen. Zudem bekam er 1998 von US-Präsident Bill Clinton die National Medal of Arts verliehen, die wichtigste Künstlerauszeichnung, die der Kongress zu vergeben hat. Domino soll schätzungsweise 65 Millionen Platten verkauft haben, ein Riesenerfolg für einen Musiker seiner Ära.

Ein Junge aus New Orleans

Am 26. Februar 1928 in New Orleans geboren, blieb Fats Domino der Stadt, die als "Wiege des Jazz" gilt, zeitlebens treu. Das Klavierspielen lernte er schon als Kind, und als Teenager hatte er bereits Engagements in lokalen Nachtklubs. 1948 heiratete er seine Jugendfreundin Rosemary Hall, mit der er acht Kinder großzog. Seinen neuen Vornamen verdankte Antoine übrigens seinem ersten Erfolgsalbum von 1950, das "The Fat Man" hieß und auf das schon damals beachtliche Körpergewicht des Musikers anspielte. 

Nachdem der Hurricane Katrina 2005 in New Orleans gewütet hatte, galt Fats Domino kurze Zeit als vermisst, konnte dann aber geborgen werden. Ein Jahr später veröffentlichte er das Album "Alive and Kicking", mit dessen Erlösen er andere Betroffene unterstützte. Es wurde sein letztes Album. 

Am Mittwoch ist Fats Domino im Alter von 89 Jahren in seiner Heimatstadt New Orleans friedlich im Kreise seiner Familie gestorben, wie seine Tochter im amerikanischen Fernsehen mitteilte.

cp/pj (afp, dpa)

 

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