1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Reise

Roboter trampt durch Deutschland

Ein sprechender Roboter startet heute seine Deutschland-Tour. Seine Reiseziele sind unter anderem Schloss Neuschwanstein, Berlin und Sylt. Bereits im vergangenen Sommer trampte er durch Kanada.

HitchBOT Reisen per Anhalter

Roboter "hitchBOT" wartet auf einen Autofahrer, der ihn mitnimmt

Der reiselustige Roboter "hitchBOT" hat schon viel erlebt - weltweit verfolgten Millionen Fans seinen Kanada-Trip. Jetzt richtet sich ihre Aufmerksamkeit nach Bayern. Dort beginnt der Roboter seine zehntägige Deutschland-Tour an der Autobahn in der Nähe von München. Er ist auf Hilfe angewiesen, denn er kann sich nicht bewegen. Autofahrer müssen den fast acht Kilogramm schweren Roboter ins Fahrzeug heben. Mit seinem Fasskörper ist er groß wie ein sechsjähriges Kind. Seine Beine aus Schwimmnudeln stecken in Gummistiefeln – auf seinem Kopf trägt er einen Mülltonnendeckel.

Sein Deutsch ist noch nicht ganz ausgereift, "Currywurst" und "Feierabend" kann er aber schon sagen. Und wenn er seine Helfer mal nicht versteht, erzählt er einfach von seinen Hobbys: Fußball, Hockey, Backen und Reiten.

Die Ziele seiner Deutschland-Reise stehen schon fest: auf Schloss Neuschwanstein soll er in den Thronsaal getragen werden und beim Kölner Rosenmontagszug auf einem Wagen mitfahren. In Berlin wird die kanadische Botschaft den Roboter beim Brandenburger Tor empfangen.

Was das Ganze soll? Die Erfinder, David Harris Smith und Frauke Zeller, wollen den gesellschaftlichen Umgang mit Robotern vorantreiben. Florian Röhrbein, Informatiker an der Technischen Universität München, findet den Roboter vom technischen Aspekt her uninteressant, als soziologisches Experiment aber sinnvoll. "Er kann beitragen, Ängste abzubauen.“ Nach wie vor gebe es viele Vorbehalte, Roboter beispielsweise in der Pflege einzusetzen. Dabei könnten sie menschliches Personal gut entlasten. Nach der Deutschland-Tour wollen die Erfinder von "hitchBOT" vergleichen, ob er in Kanada oder in Deutschland mehr willkommen war.

ey/ks (dpa, afp)